Akne - was hilft?

Akne betrifft vor allem Jugendliche in der Pubertät - ausgerechnet in einer Phase, in der Schönsein angesagt ist. Doch was hilft gegen die lästige Akne?
Von Franka Dietz

Inhaltsverzeichnis
Was ist Akne?
Bildergalerie: Akne - 9 Tipps gegen unreine Haut
Akne - Ursachen und Symptome
Wie wird Akne behandelt?
Akne - Behandlung der Haut
Akne - Medikamente

Was ist Akne?

Akne ist eine Hauterkrankung, die vor allem Jugendliche betrifft, die sich in der Pubertät befinden. Ausgerechnet in diese Phase des Erwachsenwerdens, in denen junge Leute schön und attraktiv sein wollen, sprießen die Pickel. Aber auch Erwachsene können Akne entwickeln. Am häufigsten ist die sogenannte Akne vulgaris - die gewöhnliche Akne -, bei der Mitesser, Pickel und Pusteln auf der Haut sprießen.

Akne entwickelt sich mit Vorliebe im Gesicht, meist auf der Stirn und am Kinn. Aber auch der Rücken oder das Dekolleté können von Akne betroffen sein. Nicht jeden erwischt die Akne gleich schlimm. Während die einen nur einzelne Pusteln bekommen, breitet sich die Akne bei anderen nahezu flächendeckend aus. Je nach Schweregrad wird die Akne in die drei Formen eingeteilt:

  • Akne comedonica: leichte Form der Akne, nur im Gesicht, vor allem Mitesser
  • Akne papulopustulosa: mittelschwere Form, entzündete Mitesser und Pickel,  Gesicht und Rücken sind betroffen.
  • Akne conglobata: schwere Form, aus Pickeln bilden sich Knoten, die sich entzünden, meist Narbenbildung.

Wie wird Akne behandelt?

Die Therapie der Akne hängt von der Ausprägung und Form der Akne ab. Hautärzte setzen Medikamente ein, die äußerlich auf die Haut aufgebracht werden. Dazu zählen Gele, Salben und Cremes. Außerdem gibt es Medikamente, die Aknepatienten einnehmen und die im gesamten Körper wirken. Dermatologen kombinieren oft auch Mittel gegen die Akne, die sowohl äußerlich als auch innerlich wirken.

In Apotheken und Drogerien gibt es Cremes, Salben und Waschlotionen zur Selbstbehandlung zuhause. Bei leichter Akne können diese Mittel möglicherweise helfen - sonst sollten Patienten mit Akne aber einen Fachmann aufsuchen!

Akne – Behandlung der Haut

  • Antibiotika als Creme

Antibiotika vermindern die Entzündungsprozesse und die Zahl der Bakterien in den Talgdrüsenfollikeln. Bekämpft wird vor allem das Propionibacterium acnes. Eine äußere Therapie mit Antibiotika wird nur bei leichter bis mittelschwerer Akne und in Kombination mit anderen Medikamenten empfohlen. Beispiele für Antibiotika, die bei Akne helfen, sind Erythromycin, Clindamycin, Nadifloxacin und Tetracyclin, die als Salbe oder Creme auf die Haut aufgetragen wird. 

  • Benzoylperoxid (BPO)

Benzoylperoxid wird bei leichter Akne papulopustulosa sowie bei mittelschweren und schweren Akneformen in Kombination mit anderen Arzneimitteln eingesetzt. Benzoylperoxid greift die Propionibakterien an und verringert deren Anzahl. Aber Achtung: BPO ist ein wirksames Bleichmittel ist, das dunkle Haare und Kleidung bleichen kann.

  • Retinoide (Abkömmlinge des Vitamin-A)

Retinoide werden bei Akne comedonica und leichter Akne papulopustula eingesetzt. Beispiele sind Tretinoin, Isotretinoin und Adapalen. Bei mittelschweren und schweren Akneformen werden Retinoide mit anderen Medikamenten kombiniert. Sie helfen gegen die Pickel, Mitesser und Entzündungen, aber nicht gegen bakterielle Infektionen.

  • Azelainsäure

Azelainsäure wird eingesetzt bei Akne comedonica und leichter Akne papulopustulosa. Außerdem ist Azelainsäure in Kombination mit anderen Medikamenten empfohlen bei mittelschweren und schweren Akneformen. Azelainsäure wirkt Pickeln und Mitessern entgegen, tötet Bakterien ab und hemmt Entzündungsprozesse.

  • Physikalische Therapien

Sie werden ergänzend oder alternativ angewendet, wenn die Aknebehandlung der Haut nicht den gewünschten Erfolg bringt und eine Medikamenteneinnahme nicht möglich oder gewünscht ist. Allerdings ist die Wirksamkeit in vielen Fällen noch nicht ausreichend geklärt. Eingesetzt werden beispielsweise  Licht in Form von Blaulicht, die Photodynamische Therapie (lichtempfindliche Substanzen werden durch Licht aktiviert), Blitzlampen oder Laser.

  • Peeling

Beim Peeling wird auf die Haut eine chemische Substanz aufgetragen, welche die oberen Hautschichten angreift und die Regeneration der Haut fördern soll. Eingesetzt werden häufig Fruchtsäuren (Alpha-Hydroxysäuren, AHA) wie Milch-, Zitronen- oder Weinsäure.

Akne – Medikamente

  • Antibiotika als Tabletten

Antibiotika wie Tetracyclin und Erythromycin sollten zur Aknetherapie nur eingenommen werden bei mittelschwerer bis schwerer entzündlicher Akne, entzündlicher Akne, die nicht ausreichend auf eine äußere Therapie anspricht sowie entzündlicher Akne, die sich auf größere Flächen und/oder mehrere Hautbereiche, vor allem den Rücken, erstreckt.

Antibiotika werden oft in Tablettenform eingenommen und bekämpfen die Bakterien, welche die Akne fördern. Sie werden aber nicht allein eingesetzt, sondern in Kombination mit anderen Medikamenten wie Retinoiden, Benzoylperoxid und Azelainsäure. Bei Frauen helfen oft hormonelle Antiandrogene (Pille). Zu beachten ist, dass die Aknebehandlung Zeit braucht. Erste positive Effekte stellen sich erst nach einigen Wochen ein.

  • Isotretinoin (Retinoide, Vitamin-A-Abkömmling)

Isotretinoin wird als Basistherapeutikum bei schwerer Akne (A. papulopustulosa nodosa oder conglobata) empfohlen, die nicht auf orale Antibiotika und außere Aknetherapien anspricht. Isotretinoin wirkt gegen Mitesser,  reduziert die Größe der Talgdrüse um bis zu 90 Prozent, hemmt die Entzündung und vermindert indirekt die Zahl der Bakterien.

  • Hormonelle Antiandrogene

Hormonelle Antiandrogene verbessern das Hautbild und werden bei weiblichen Patienten mit mittelschwerer Akne papulopustulosa bis Akne conglobata eingesetzt. Wirksam ist Ethinylestradiol in Kombination mit:

Antiandrogene wirken auf die Talgdrüsen und bremsen die Talgproduktion. Außerdem senken Sie den Testosteronspiegel.

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