Cellulite - was hilft?

Was tun gegen Cellulite? Anti-Cellulite-Cremes, Body-Wrapping, Hypoxi-Trainer, Kälte oder Stoßwellen versprechen Hilfe bei Orangenhaut. Doch was bringen sie wirklich? Der Überblick!
Von Ingrid Müller

Inhaltsverzeichnis
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Der Cellulite rücken viele Frauen mit allen möglichen Mitteln und Geräten zu Leibe. Die Hersteller versprechen oft wahre Wunder im Kampf gegen die unschönen Dellen. Doch oft sind sie teuer und wirkungslos. Was taugen Anti-Cellulite-Cremes, Massageroller, Fettabsaugen oder Bibbern in der Kältekammer? Die Übersicht der wichtigsten Methoden gegen Orangenhaut.

Anti-Cellulite-Produkte

Drogerien, Parfümerien und APotheke bieten Anti-Cellulite-Cremes, -Gels und -Lotionen mit Koffein, Mandel-, Birke-, Efeu-, Ginkgo, Zinnkraut- oder Bella Donna-Extrakten an. Daneben gibt es flüssige Anti-Cellulite-Roller und Kapseln zum Einnehmen. Doch in der Regel sind die Anti-Cellulite-Produkte teuer und reißen mächtige Löcher in den Geldbeutel, während die Dellen in der Haut standhaft bleiben. Hautärzte sind sich jedenfalls einig: Kosmetische Anti-Cellulite-Produkte helfen nicht wirklich gegen die Orangenhaut – unabhängig davon, welcher Wirkstoff darin steckt. Denn meist dringen sie nicht tief genug in die Haut ein, nämlich in die Unterhaut, wo die Wurzel des Übels sitzt.

Massagen

Es gibt Anti-Cellulite-Bürsten, Luffa-Massage-Gurken, Massagehandschuhe oder sogar elektrische Massagegeräte gegen Cellulite. Nachgewiesen ist, dass Massagen die Durchblutung ankurbeln, das Bindegewebe samt eingelagerter Flüssigkeit „in Bewegung“ bringen, abgestorbene Hautzellen wegrubbeln, die Haut glätten und so das Hautbild. Dieser Effekt hält aber nur an, wenn Sie die Hautmassage regelmäßig anwendet – sonst kommt die hügelige Landschaft auf der Haut schnell wieder zurück.

Endermologie

Hier saugt ein spezielles Massagegerät Hautfalten ein und knetet sie zwischen zwei Rollen. So sollten tiefere Hautschichten erreicht werden. Außerdem soll die Prozedur den Lymph- und Wasserabfluss verbessern. Das Hautbild erscheint zwar glatter, aber der durchschlagende Effekt bei Cellulite bleibt aus. Die Stiftung Warentest kam zu dem Schluss: Nur wenige Studien unterstützen die Wirksamkeit der Endermologie.

Elektrische Cellulite-Geräte

Es gibt verschiedene elektrische Cellulite-Geräte, um der Orangenhaut zu Leibe zu rücken. In Tests brachten aber weder Reizstromgerät noch vibrierende genoppte Massageroller einen Effekt.
Fettabsaugen (Liposuktion): Bei der Fettabsaugung entfernt der Arzt überschüssiges Fettgewebe mit Hilfe einer Kanüle. Bei einer Cellulite ist das Fettabsaugen nicht in jedem Fall geeignet - manchmal tritt die Cellulite anschließend sogar noch viel deutlicher hervor.

Laser

Auch eine Behandlung mit dem Laser soll der Cellulite Beine machen. Die Laserstrahlen dringen tief in die drei Hautschichten ein. Der Laserstrahl erhitzt das tiefer liegende Bindegewebe und soll so die Fettzellen zerstören und die Haut straffen. Dass die Laser-Behandlung gegen Cellulite wirkt, ist aber nicht zweifelsfrei nachgewiesen.

Ultraschall

Der Ultraschall erhitzt das Gewebe und soll die Fettzellen beseitigen helfen. Der Ultraschall schädigt die Schutzmembran der Fettzellen, das Fett kommt heraus und der Körper kann es abtransportieren. Unklar ist noch, ob und wie gut die Methode hilft.

Fokussierte Stoßwellen

Hier erzeugt ein Gerät kurze, kräftige und gezielte Stoßwellen, die ins Gewebe eindringen. Eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wies nach, dass die fokussierte Stoßwellen-Therapie in Kombination mit einem speziellen Krafttraining für Po und Oberschenkel die Cellulite abschwächte. Das Krafttraining alleine brachte dagegen keinen Effekt. Unklar ist, wie die Stoßwellen genau die Cellulite verbessern. Eventuell verkleinern und zertrümmern die Stoßwellen die Fettzellen (analog der Zertrümmerung von Gallensteinen) oder die Druckwellen analog einer Lymphdrainage.

Lymphdrainage

Hier drückt, knetet, streicht und schiebt ein Therapeut die Cellulite-Haut. Die Lymphdrainage soll die Flüssigkeit in der Haut „bewegen“ und die Cellulite
verbessern. Der Effekt zeigt sich allerdings nur, solange Frauen die Lymphdrainage regelmäßig anwenden lassen. Sonst lagert sich das Wasser schnell wieder ins Gewebe ein und die Dellen kehren zurück.

Kältekammer

Eingesetzt gegen Cellulite werden auch kühle Temperaturen. In der Kältekammer verbringen Menschen einige Minuten bei etwa Minus 100 Grad Celsius.  Die Kälte kurbelt die Durchblutung an und lässt den Energieverbrauch klettern. Ob das Frieren und Bibbern tatsächlich gegen Cellulite hilft, ist unklar.

Kryolipolyse

Bei der Kryolipolyse saugt ein Gerät Fettgewebe an und kühlt es über mindestens eine Stunde extrem herunter. Die Kälte soll die Fettzellen soweit schädigen, dass der Körper sie abbaut. Unklar ist der Effekt auf die Cellulite. Die Kryolipolyse wird auch bei Übergewichtigen eingesetzt – einfach abnehmen durch Kälte lautet das Motto.

Hypoxi-Trainer

Hier radelt man auf einem Fahrrad-Ergometer und steckt gleichzeitig von der Hüfte abwärts in einer luftdichten Kammer. Diese erzeugt abwechselnd einen Über- und Unterdruck. So wird das Gewebe wiederholt erst zusammengedrückt, dann gestrafft. Der Hypoxi-Trainer soll die Durchblutung im Fettgewebe ankurbeln und die Fettpolster abbauen helfen. Die Wirksamkeit ist allerdings unbewiesen.

Body-Wrapping

Moorschlamm, Algen, Fango oder Heilerde werden auf die Cellulite-Haut aufgebracht und diese mit einer dünnen, durchsichtigen Folie umwickelt. Die entstehende Wärme unter den Wickeln aus Frischhaltefolie soll die Durchblutung und den Lymphfluss anregen und Giftstoffe aus dem Gewebe beseitigen. Ein Wirksamkeitsnachweis für das Bodywrapping steht aber noch aus.

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