Anti-Aging-Cremes - was bewirken sie?

Die Bandbreite an Anti-Aging-Cremes wird immer größer und immer unübersichtlicher. Die Anbieter versprechen, dass die Cremes die Alterung der Haut verzögern. Doch was können Anti-Aging-Cremes wirklich?
Von Philipp Schöber
Die Bandbreite an Anti-Aging-Cremes wird immer größer und immer unübersichtlicher. Die Anbieter der unzähligen Produkte versprechen, dass die Cremes Falten vermindern und die Alterung der Haut verzögern. Doch was können Anti-Aging-Cremes wirklich?
Wir können leider nichts daran ändern, dass unsere Haut altert. Die Frage ist also, ob wir das Tempo der Hautalterung verringern können. Die Antwort lautet eindeutig ja. Es stimmt zwar, dass unsere Gene den Alterungsprozess steuern, jedoch kann eine gesunde Lebensweise und eine regelmäßige Hautpflege das Altern der Haut verlangsamen.

Anti-Aging: Was kann ich tun, um jung zu bleiben?

Vor allem eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf, geringe Stressbelastung, viel Bewegung an der frischen Luft, viel Trinken und geringe Belastung des Körpers mit Giftstoffen wie Nikotin und Alkohol lassen uns länger jung und vital bleiben. Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten, lesen Sie unsere Specials „Anti-Aging mit Genuss" und „Anti-Aging für Körper und Geist". Neben den Anti-Aging-Maßnahmen von innen, bietet uns die Kosmetikindustrie Möglichkeiten, um das Altern der Haut auch von außen zu bremsen.

Falten reduzieren

In erster Linie sollen Anti-Aging-Cremes das Entstehen neuer Falten und anderer Anzeichen der Hautalterung verzögern. Verhindern können sie das langfristig nicht. Leider können Anti-Falten-Cremes bereits vorhandene tiefe Falten auch nicht beseitigen. Sie können die Tiefe der Falten zwar leicht reduzieren, aber dieser Effekt hält nur so lange an, bis die Wirkung der Creme nachlässt. Das ist meist nach einigen Stunden der Fall. Wenn Sie dann die Haut nicht erneut eincremen, kehren die Falten zu ihrer ursprünglichen Tiefe zurück.

Mimik-Fältchen glätten

Etwas anders ist es bei den sogenannten Mimik-Falten. Sie entstehen zum Beispiel, wenn wir lachen oder die Stirn runzeln und sind die Folge von muskulärer Anspannung im Gesicht. Solche Fältchen können durch spezielle entspannende Cremes geglättet werden. Wer zu Mimik-Falten neigt, sollte eine solche Creme verwenden, um zu verhindern, das aus den feinen Mimik-Fältchen tiefe Falten entstehen.

Radikale fangen

Eine wichtige Aufgabe von Anti-Aging-Cremes ist, die Haut vor freien Radikalen zu schützen. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die die Zellen schädigen und dadurch den Alterungsprozess beschleunigen. Sogenannte Antioxidantien können freie Radikale binden und somit unschädlich machen. Antioxidantien sind Hauptbestandteil der meisten Anti-Aging-Cremes.

Feuchtigkeit spenden

Zudem gleichen Anti-Aging-Cremes den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut aus. Mit steigendem Alter produziert unsere Haut immer weniger Talg und kann Feuchtigkeit schlechter binden. Dadurch verliert sie an Elastizität und Widerstandskraft. Allein durch die Feuchtigkeit in Anti-Aging-Cremes wird die Haut vorübergehend aufgepolstert. Allerdings hält auch dieser Effekt nur wenige Stunden.

Wenn Sie wissen möchten, welche Inhaltsstoffe in Anti-Aging-Cremes besonders wirksam sind, lesen Sie auch den Artikel "Inhaltsstoffe von Anti-Aging-Pflege". Der Artikel "Verjüngendes Make-up" verrät außerdem, wie Sie Falten wegschminken und gleichzeitg Ihre Haut pflegen können.