Die REM-Phase

80 bis 100 Minuten nach dem Einschlafen endet plötzlich die Tiefschlafphase, oft in Verbindung mit einem Lagewechsel. Danach geht der Schlaf für einige Minuten in die Leichtschlafphase 2 über. Dann verändert sich das Kurvenbild im EEG innerhalb von Sekunden abrupt.

Die REM-Phase kündigt sich an: Das Herz schlägt schneller und die Atemfrequenz steigt.
Träumende Frau
Die Gehirnströme sind, ähnlich wie beim Einschlafen, klein und schnell. Die Muskeln sind völlig entspannt, nur die Augen bewegen sich bei geschlossenen Lidern schnell hin und her. Daher stammt auch die Bezeichnung der REM-Phase. REM steht für das englische „rapid eye movement“ (übersetzt: schnelle Augenbewegungen). Beim Mann kommt es mitunter zu einer Erektion, bei der Frau zur verstärkten Durchblutung der Geschlechtsorgane. Die Produktion der Magensäfte steigt an. In diesem Stadium träumen Sie am häufigsten.

REM-Phase verändert sich

Erwachsene verbringen etwa 20 Prozent der Schlafzeit in der REM-Phase. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist es wesentlich mehr. Während der REM-Phase ist unsere Skelettmuskulatur stark erschlafft. Das hat einen plausiblen Hintergrund: Ohne die Erschlaffung würden wir alle geträumten Bewegungen auch tatsächlich ausführen, manchmal wohl mit verhängnisvollen Folgen. Darum sorgt unser Gehirn für diese lähmungsartige Erschlaffung.