Die Sauna als stressfreier Rückzugsort: So richten Sie einen Wellnessraum in Ihrem Zuhause ein
Für exklusive Wellness-Momente in ein teures Spa fahren? Das war gestern! Längst ist die Sauna auch für die eigenen vier Wände erschwinglich geworden. Doch nicht immer muss das persönliche Wellness-Paradies zwingend im Badezimmer eingerichtet werden. Wir zeigen, welche Alternativen es gibt und wie sich der Traum einer Sauna im eigenen Zuhause verwirklichen lässt. Außerdem gehen wir darauf ein, welche Wirkung das Saunieren auf die Gesundheit haben kann.
Saunieren kann Körper und Psyche unterstützen
Es gibt viele Faktoren, die für eine Sauna in den eigenen vier Wänden sprechen – allen voran die gesundheitlichen Vorteile, die sich für das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und die Psyche ergeben. So sorgt Saunieren nicht nur für Entspannung und dafür, dass man mit sich selbst im Reinen ist, sondern kann auch Burnout-Betroffenen helfen, Stress abzubauen. Gleichzeitig lassen sich dank der Wärme Verspannungen lösen und die Bildung von Serotonin wird angeregt. Dieser Botenstoff kann die Stimmung erhöhen und den Schlaf-Wach-Rhythmus positiv beeinflussen. Doch Achtung: Bei chronischen Erkrankungen sollte vor dem Saunieren immer der behandelnde Arzt gefragt werden.
Weitere positive gesundheitliche Auswirkungen des Saunierens sind:
- verbesserte Durchblutung
- Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten
- wirkt vorzeitiger Hautalterung entgegen
- Anregung des Immunsystems
- Verringerung des Risikos von Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Den Bau der Sauna individuell planen
Wer nun seine persönliche Wellness-Oase im eigenen Haus umsetzen möchte, hat dabei unterschiedliche Möglichkeiten. Ein erfahrener Sauna-Bauer sollte in jedem Fall die erste Wahl sein: Dieser prüft die Gegebenheiten vor Ort und gemeinsam lässt sich so herausfinden, wo die Sauna am besten untergebracht werden kann. Denn je nach Aufstellort kommen verschiedene Sauna-Arten infrage. Ein paar Beispiele:
- Gartensauna mit oder ohne Vorraum: auch in einem kleinen Garten realisierbar
- Fass-Sauna: platzsparende Fassform für Sauna-Vergnügen auf kleinstem Raum und mit höchstem Wirkungsgrad
- Innensauna als Massivholz- oder Element-Sauna: prinzipiell für jeden Raum planbar
Achtung: Sollen eine Gartensauna oder ein Saunahaus errichtet werden, ist eine Baugenehmigung erforderlich!
Neugierige Blicke fernhalten
Beim Einbau einer Sauna, ob im Bad, Keller oder Garten, ist ein passender Sichtschutz unerlässlich. Es gibt mehrere Optionen, die je nach Ort und Anforderungen gewählt werden können:
- Für Saunen im Garten bieten sich natürliche Sichtschutzlösungen wie Hecken an, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Sie benötigen jedoch regelmäßige Pflege, um effektiv zu bleiben. Alternativ können feststehende Holzelemente verwendet werden, die eine langlebige und wetterfeste Option darstellen — allerdings ebenfalls Wartung erfordern.
- Plissees bieten eine flexible Möglichkeit, den Lichteinfall zu regulieren. Die Stoffe in feinen Falten lassen sich stufenlos verstellen und sind in verschiedenen Transparenzgraden erhältlich. Wichtig ist, dass der Stoff feuchtraumgeeignet ist, um in Innenräumen vor Schimmel zu schützen.
- Mobile Paravents sind eine praktische Lösung, da sie flexibel auf- und abgebaut werden können. Sie passen sowohl in den Innen- als auch Außenbereich.
- Spiegelfolien bieten einen besonderen Sichtschutz: Von innen bleibt der Ausblick erhalten, während von außen niemand hineinsehen kann. Sie sind speziell für Fenster geeignet, die ins Grüne blicken, verlieren aber nachts bei eingeschaltetem Licht ihre Wirkung.
Tipps für die Gestaltung der Wellness-Oase
Für ein entspanntes Wellness-Erlebnis kommt es aber nicht nur auf die Sauna selbst, sondern auch auf die Raumgestaltung an. Perfekt wird das Wellness-Feeling mit einem stimmigen Farb- und Designkonzept. Um von der Masse an Möglichkeiten nicht überfordert zu werden, ist es gut, sich zunächst für einen Stil zu entscheiden. In Heimsaunen sind der skandinavische und balinesische Stil aktuell sehr beliebt.
- Wandgestaltung: Orange-, Gelb- und Rottöne sorgen für eine warme, gemütliche Atmosphäre. Den nötigen Kontrast schaffen weiße Elemente dazwischen. Räume, die eher in kühlen Farben gehalten sind, können wiederum mit Holzelementen aufgepeppt werden – das erzeugt im Nu ein heimeliges Ambiente.
- Fußboden: In Räumen mit viel Feuchtigkeit bietet sich ein Fliesenboden an. Wem dies zu kühl und ungemütlich ist, der kann sich auch für einen Holzfußboden entscheiden. Allerdings ist dieser gerade in Räumen mit hoher Feuchtigkeit sehr pflegeaufwändig. Alternativ können beide Fußbeläge kombiniert werden.
- Beleuchtung: Keine entspannte Stimmung ohne Beleuchtung! Dimmbare Lampen schaffen ein angenehmes Feeling. Eine besondere Atmosphäre kann man auch mit Lampen in der Ecke kreieren, die den Raum von dort aus fluten. Von grellem, kühlem Licht sollte hingegen Abstand gehalten werden.
- Ausstattung: Nun geht es noch um die Details. In großzügigen Räumen zählen gemütliche Ruheliegen, ein kleiner Brunnen, Musik und Pflanzen zu den Must-haves. Letztere sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern reinigen auch die Luft. Vorsicht bei der übrigen Dekoration – zu viel kann schnell unruhig wirken!