Gua Sha – so funktioniert der Massage-Trend

Gua-Sha Massagegerät

Gua Sha ist eine alte chinesische Praxis, bei der die Haut mit einem Massagegerät massiert wird. Diese Anwendung kann unter anderem Probleme wie chronische Schmerzen behandeln und am ganzen Körper angewendet werden. Ursprünglich war diese traditionelle Behandlung sehr intensiv — mit einem flachen Werkzeug wurde die Haut bearbeitet, bis sie rot war. So sollte die Durchblutung und der Energiefluss des Körpers angeregt werden.

Heutzutage funktioniert dies etwas sanfter und die Massagetechnik hat sich in den letzten Jahren sogar zu einem echten Trend entwickelt: Ein abgewinkelter Stein — normalerweise aus Jade, Rosenquarz oder Horn — wird verwendet, um die Durchblutung im Gesicht zu fördern und Energie umzuleiten. Der letztendliche Effekt dieser Praxis ist eine gesündere Haut: Blutzirkulation und Hautelastizität sollen verbessert werden, während sich Muskelverspannungen und Falten reduzieren.

Wann wird Gua Sha angewendet?

Am häufigsten wird Gua Sha zur Linderung von Gelenk- und Muskelschmerzen eingesetzt. Praktizierende dieser Technik sind der Überzeugung, dass Gua Sha auch das Immunsystem stärken und Entzündungen lindern kann. Ab und an wird die Massagetechnik ebenfalls zur Behandlung von Erkältungen oder Fieber eingesetzt.

Kleine Verletzungen am Körper, wie etwa die durch Gua Sha verursachten blauen Flecken, werden als Mikrotrauma bezeichnet. Im Körper lösen diese eine Reaktion aus, die helfen kann, Narbengewebe aufzulösen. Mikrotraumata können auch bei Fibrose (krankhafte Vermehrung des Bindegewebes) Anwendung finden. Zusätzlich soll Gua Sha dazu beitragen, straffe und strahlende Haut zu bekommen.

Eine Anti-Aging-Wunderwaffe ist es dennoch nicht — wer den Zeichen der Hautalterung ein Stück weit entgegenwirken will, sollte sich deshalb auf bewährte, medizinische Wirkstoffe verlassen. Einen individuellen Ansatz für eine solche Behandlung liefern Start-ups wie formelskin.de.

Wie findet die Anwendung mit Gua Sha statt?

Gua Sha wird oft an Gesäß, Rücken, Armen, Beinen und Nacken eingesetzt. Eine sanftere Version davon wird auch im Gesicht angewendet. Bei der Gua Sha Massage wird die Haut mit kurzen oder langen Strichen geschabt, um die Mikrozirkulation des weichen Gewebes anzuregen — also die Durchblutung zu fördern. Diese Striche werden mit einem glatten Instrument, dem Gua Sha Massagegerät, ausgeführt. Vorab wird spezielles Massageöl auf die Haut aufgetragen.
Möchte man Gua Sha selbst im Gesicht ausprobieren, sollte man ein paar grundlegende Hinweise beachten:

  1. Gesichtsreinigung: Zur Vorbereitung, um Verunreinigungen oder sonstige Rückstände (etwa Make-Up) vor der Massage von der Haut zu entfernen.
  2. Öl auftragen: Der Stein sollte einfach über die Haut gleiten können, weshalb idealerweise vier bis fünf Tropfen Öl auf dem Gesicht verteilt werden.
  3. Den Stein über das Gesicht streichen: Man sollte den Stein flach halten (etwa 45 Grad), beim Kiefer anfangen, anschließend Wangen, Schläfen und Stirn massieren. Auch der Hals sollte nicht ignoriert werden, um möglichen Verspannungen entgegenzuwirken.

Die besten Ergebnisse werden bei täglicher Anwendung erreicht.

Wissenschaftliche Untersuchungen von Gua Sha

Gua Sha kann möglicherweise zur Linderung verschiedener gesundheitlicher Probleme beitragen. Die Praxis soll bei Muskel-Skelett-Problemen helfen, insbesondere bei Verspannungen im Rücken, in den Schultern und den Beinen. Linderung soll es ebenfalls bei Migräne, Nackenschmerzen und Schwellungen verschaffen.

Es wurden Studien bezüglich der Nützlichkeit von Gua Sha durchgeführt: So gaben Frauen an, dass die Perimenopause-Symptome wie Schlaflosigkeit, Schwitzen oder Kopfschmerzen nach Gua Sha Behandlungen abnahmen. In einer Studie aus dem Jahr 2014 wurde außerdem festgestellt, dass Gua Sha bei Menschen, die häufig sitzend am Computer arbeiten, möglicherweise den Bewegungsumfang verbessert und Schmerzen reduziert. Außerdem hatten bei einer weiteren 2017 durchgeführten Studie Gewichtheber, die Gua Sha Massagen erhielten, das Gefühl, dass das Heben von Gewichten nach der Behandlung weniger Anstrengung erforderte. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Behandlung die Erholung der Muskeln beschleunigt.

Wer sollte Gua Sha vermeiden?

Für gewöhnlich ist Gua Sha für die meisten Menschen verträglich. Wenn jedoch Kreislaufprobleme oder Diabetes vorliegen, sollte vor Beginn der Sitzung der behandelnde Arzt darüber informiert werden. So kann der Therapeut den Druck entsprechend reduzieren, um keine ungewollten Nebenwirkungen zu provozieren. Auch wer Blutverdünner einnimmt, sollte Gua Sha entweder vermeiden oder sehr sanft durchführen lassen, damit nicht zu viele Blutgefäße zerstört werden.

Fazit

Falls herkömmliche Therapien nicht anschlagen, kann Gua Sha bei einigen Symptomen unterstützend eingesetzt werden. Im Idealfall sollte ein Experte für die Massage beauftragt werden. Die Behandlung durch einen Fachmann erhöht die Wirksamkeit der Behandlung und verringert das Risiko von etwaigen Beschwerden.