Mit diesen sieben Hausmitteln gegen Schnupfen vorgehen

Tasse mit Kamillentee: Das Heilkraut kann zur Inhalation bei Schnupfen verwendet werden.
Gegen Schnupfen wirksam: Hausmittel wie Kamillentee.

Kennen Sie das? Ihre Nase ist verstopft oder läuft dauernd, aber die Apotheke hat schon zu. Oder Sie haben genug von Medikamenten und möchten Ihre Beschwerden sanft und mit einfachen Mitteln kurieren. Zum Glück gibt es viele Hausmittel gegen Schnupfen, die leicht anzuwenden sind und die Genesung wirksam unterstützen können. Wir haben für Sie die sieben besten Hausmittel aus Omas Schatzkiste herausgesucht – denn schon Großmutter wusste, was bei Schnupfen helfen kann.

Zuvor: Ursachen abklären

Für einen Schnupfen können verschiedene Ursachen verantwortlich sein. Im Rahmen einer Erkältung kommt es mit am häufigsten zu einer verstopften oder laufenden Nase. Schuld sind in diesem Fall Viren, die die Nasenschleimhaut besiedeln und sich dort vermehren. Aber auch Allergien oder der Missbrauch von Nasensprays können zu Schnupfen führen. Beim Heuschnupfen oder dem trockenen Schnupfen, einer Rhinitis sicca, verursacht dies unter Umständen chronische Beschwerden.

Wer auf Hausmittel gegen Schnupfen setzen möchte, sollte auf jeden Fall seinen individuellen Auslöser kennen und diesen – wenn möglich – beseitigen. Gegen Erkältungsviren gibt es keine Medikamente, aber Pollen oder andere Risikofaktoren, die die Nasenschleimhaut austrocknen, können gemieden werden. Suchen Sie am besten einen Arzt auf, wenn Sie sich unsicher sind, welche Art von Schnupfen Ihre Beschwerden verursacht.

Top 7 bis 6: Inhalationen und Aromatherapie

Läuft die Nase oder ist sie eher verstopft? Ersteres bezeichnet man als Fließschnupfen: Die Nasenschleimhaut ist angegriffen und produziert zu viel Sekret. Im anderen Fall, dem Stockschnupfen, ist die Schleimhaut angeschwollen und verdickt, sodass sich Atemprobleme einstellen können. Wir zeigen Ihnen jetzt die besten Hausmittel, die gegen Fließschnupfen und Stockschnupfen helfen.

Unser Top 7 Hausmittel gegen Schnupfen: Dampf-Inhalationen. Sie dienen vor allem zur Schleimlösung bei festsitzendem Schnupfen oder sogar zur Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung. Als Zusätze eignen sich Kamille, Minze, Thymian oder Fichtennadelspitzen. Gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Erhitzen Sie einen Topf mit zwei Litern Wasser.
  • Geben Sie zwei Esslöffel der getrockneten Heilkräuter hinzu.
  • Bedecken Sie nun Ihren Oberkörper und Kopf mit einem Tuch und atmen durch die Nase ein und aus. Inhalieren Sie fünf Minuten ruhig weiter, bis zu drei Mal am Tag.

Vorsicht: Möchten Sie verstopfte Kindernasen mit einer Inhalation behandeln, sollten Sie sicherstellen, dass der Topf nicht umkippen kann und das Wasser nicht zu heiß ist.

Ebenfalls äußerlich angewandt wird unser Hausmittel Top 6: die Aromatherapie. Bei der Aromatherapie geht es um die Linderung von Beschwerden durch ätherische Öle. Geeignet bei Schnupfen sind vor allem Eukalyptus-, Thymian-, oder Fichtennadelöl. Diese Öle können entweder als Zusätze der Inhalation beigefügt oder mittels einer Duftlampe im Zimmer verdampft werden.

Aber Achtung: Ätherische Öle als Zusatz bei einer Inhalation sollten erst bei Kindern ab zwei Jahren eingesetzt werden, da sie die Schleimhäute reizen können. Auch Allergiker und Asthmatiker sollten deshalb vorsichtig sein.

Top 5 bis 3: Nasenspülung, Tee und Do-it-yourself-Nasentropfen

Besonders bei allergischem Schnupfen oder auch zur Vorbeugung eines Erkältungsschnupfens haben sich Nasenspülungen bewährt. Unser Top 5 Hausmittel gegen Schnupfen hat eine lange Tradition: Schon 1100 nach Christus spülten sich Yoga-Lehrer die Nase. Eine Nasendusche ist jedoch nicht nur etwas für Yoga-Fans, auch Sie können bei einem Schnupfen davon profitieren. Für eine Nasenspülung zuhause benötigen Sie

  • eine Nasenspülkanne und
  • eine Spüllösung, zum Beispiel eine Kochsalzlösung aus der Apotheke.

Durch die Nasenspülung wird die Nase von Krankheitserregern, Pollen oder Borken gereinigt und zudem von innen befeuchtet. Aus diesem Grund ist sie ein gutes Hausmittel gegen alle Arten von Schnupfen.

Ebenfalls befeuchtend wirken selbstgemachte Nasentropfen als Alternative zu Nasensprays. Die Do-it-yourself-Nasentropfen sind leicht hergestellt und deshalb unser Hausmittel Nummer 4. Lösen Sie hierfür ein Gramm Kochsalz in 100 Millilitern Wasser auf – diese Tropfen halten im Kühlschrank etwa fünf Tage. Mit einer Pipette können Sie mehrmals am Tag zwei bis drei Tropfen in jedes Nasenloch träufeln.

Unser Tipp: Für Säuglinge eignen sich auch einige Tropfen Muttermilch als leicht abschwellende Nasentropfen bei Schnupfen.
 
Neben Nasenspülungen und -tropfen helfen Tees bei Schnupfen – unser Hausmittel Nummer 3. Zum einen sorgt eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme dafür, dass das Nasensekret sich von innen verflüssigt. Zum anderen lindern bestimmte Teesorten die zugrundeliegende Ursache – eine Entzündung der Nasenschleimhaut beispielsweise. Geeignet sind Kamillen-, Holunderblüten- oder Grüntee.
Die Top 1 und 2 Hausmittel gegen Schnupfen – scharf und cremig

Der Schnupfen ist immer noch da? Wir haben noch zwei bewährte Hausmittel für Sie – eines, das besonders Kinder lieben, und eines für die etwas hartgesotteneren Schnupfen-Geplagten. Ein traditionelles, hessisches Mittel, das Kindernasen in Frieden lässt, ist Majoran-Butter – unser Top 2 Hausmittel gegen Schnupfen. Die Butter wird mit Majoranöl oder frisch gezupftem Majoran versetzt und dann unter die Nase gestrichen. Das ätherische Öl der Heilpflanze gelangt so bei jedem Atemzug in die Nase und wirkt beruhigend und abschwellend. Die angenehm duftende Butter pflegt außerdem die durch das Schnäuzen rissige Nasenhaut.

Kommen wir zum letzten und einem der interessantesten Hausmittel gegen Schnupfen – dem Essen von scharfen Lebensmitteln. Die scharfen Inhaltsstoffe, beispielsweise Capsaicin aus der Chilischote, aktivieren die Durchblutung in der Nase. In der Folge wird die Bewegung der winzigen Flimmerhärchen auf der Nasenschleimhaut angeregt und somit der Abtransport von Krankheitserregern oder zähem Sekret verbessert. Besonders geeignet sind Scharfmacher, deren Schärfe „in die Nase steigt“ wie

  • Senf,
  • Ingwer,
  • Zwiebel oder
  • Chili.

Aufgrund ihrer keimabtötenden Wirkung sollen diese Lebensmittel auch helfen, eine mögliche Besiedelung mit Bakterien zu verhindern. Besonders Erkältungsschnupfen kann durch das Essen scharfer Lebensmittel gelindert werden.

Unser Fazit: Hausmittel gegen Schnupfen

Obwohl Hausmittel bei richtiger Anwendung ungefährlich sind und dabei helfen können, einen Schnupfen zu behandeln, sind sie nicht zur alleinigen und langfristigen Therapie eines Schnupfens geeignet. Dauern die Beschwerden länger an, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um Folgeerkrankungen, zum Beispiel eine Nasennebenhöhlenentzündung, zu verhindern.