Wenn sich Ein- oder Durchschlafstörungen verselbstständigen

Teufelskreis Schlafstörung chronisch
Ein- und Durchschlafstörungen können sich auch verselbstständigen. Das heißt, sie bestehen weiter fort, obwohl keine der oben genannten Ursachen mehr vorliegt. In diesem Fall spricht man von einer primären oder erlernten Ein- und Durchschlafstörung. Meistens entsteht dieses Krankheitsbild, weil die Betroffenen ihre zunächst anderweitig bedingten Schlafstörungen durch unangemessene Reaktionen darauf weiter verstärken. Aufgrund der unangenehmen Erfahrung mehrerer schlafgestörter Nächte entwickeln die Betroffenen eine starke Angst vor der nächsten Nacht. Diese Angst führt wiederum zu einer geistigen und körperlichen Stressreaktion, die das Einschlafen weiter erschwert. Negative Gefühle, Herzrasen, Muskelanspannung und das ständige Grübeln verhindern dann, dass die Betroffenen ihren Schlaf wiederfinden. Daraus entsteht ein Teufelskreis aus Angst und Schlaflosigkeit. Die Betroffenen haben also ein Fehlverhalten im Umgang mit dem Schlaf erlernt.