Diagnose-Kriterien bei Schlafapnoen

Eine Schlafapnoe liegt vor, wenn nächtliche Atemstillstände häufiger als fünf Mal pro Stunde und mit einer Dauer von mehr als zehn Sekunden auftreten. Abhängig von der Häufigkeit und der Länge der Atemstillstände sowie der vermuteten Ursache wird Ihr Arzt seine Diagnose stellen:
  • Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS): Erschlaffung der Rachenmuskulatur
  • Zentrales Schlafapnoe-Syndrom: fehlender Atemreiz des Gehirns
  • Gemischtes Schlafapnoe-Syndrom: Mischung aus obstruktiver und zentraler Apnoe. Mehr als 95 Prozent der Schlafapnoe-Patienten gehören dieser Gruppe an.
  • Andere Arten von Schlafapnoen, zum Beispiel chronische Erkrankungen der Lunge (Asthma, Bronchitis)
Man schätzt, dass ein bis drei Prozent der Bevölkerung von einer krankhaften Schlafapnoe betroffen sind - Männer achtmal häufiger als Frauen. Die Krankheit tritt zumeist erstmals zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Besonders gefährdet sind übergewichtige Männer, da ihre Atem- und Herzreaktionen bereits durch das Übergewicht verlangsamt sind. Aber auch Kinder können von Schlafapnoe betroffen sein. Bei ihnen äußert sich die Krankheit insbesondere durch nächtliches Schwitzen, unruhigen Schlaf und gegebenenfalls Wachstumsstörungen.