Verhaltenstypen: Aufschieber

9. Der Aufschieber

Der Vogel Strauß ist das sprichwörtliche Vorbild für diese Strategie, mit Ängsten umzugehen. Aufschieber stecken den Kopf in den Sand. Das hilft gegen die Ängste – allerdings nur kurzfristig. Doch dann wird die Angst vor den Folgen des Aufschiebens größer. Beispiel: Ein Mensch mit großer Angst vor Behörden schiebt den Gang auf das Finanzamt immer wieder vor sich her. Damit kommt er um den Behördenbesuch – die angstauslösende Situation - zunächst herum. Gleichzeitig aber wachsen die Sorgen, denn der Aufschieber weiß sehr wohl, dass er dem Finanzamt nicht ausweichen kann. Früher oder später wird er sich stellen müssen. Möglicherweise allerdings erst dann, wenn der Gerichtsvollzieher mit einem Pfändungsbeschluss an die Haustür kommt.

Angst und Medikamente

Möglicherweise kennen Sie bereits Medikamente, die Ihnen gegen Ihre Angst vermeintlich geholfen haben. Es gibt eine ganze Reihe von beruhigenden und stimmungsaufhellenden Medikamenten, die bei Angstanfällen verschrieben werden. Wenn die Medikamente zunächst auch angstdämpfend wirken: Die Ursache Ihres Leidens wird so nicht behoben. Im Gegenteil: Die Pillen tragen dazu bei, dass Sie im Teufelskreis der Angst gefangen bleiben. Verzichten Sie deshalb in der Regel auf solche Medikamente. Und wenn Sie nicht darauf verzichten wollen: Beraten Sie sich ausführlich mit einem Facharzt oder einem Psychotherapeuten.

Im Special "Wege aus der Angst" zeigen wir Ihnen, wie Sie den richtigen Therapeuten finden und welche verschiedenen Therapieverfahren es gibt. Denn: Angst ist heilbar!