Die generalisierte Angststörung
Im Gegensatz zur Panikstörung beginnt eine generalisierte Angststörung in der Regel sehr langsam. Und die Angst dieser Betroffenen hat vermeintlich gute Gründe. Dabei nehmen die Betroffenen nicht mehr wahr, dass ihre Ängste und Sorgen übertrieben und nicht realistisch sind.
Die Betroffenen halten ihre Ängste und Sorgen oft sogar für eine Form der Fürsorge oder einen Liebesbeweis. Typisch sind etwa Mütter, die sich den ganzen Tag nahezu ausschließlich um ihre Kinder Sorgen machen, obwohl dazu kein Anlass besteht. Oder Menschen, die sich ständig nach dem Wohlergehen ihres Partners erkunden, ihn mit Ratschlägen eindecken und vor Gefahren warnen.
Menschen mit generalisierter Angststörung leiden in der Regel unter körperlichen Symptomen wie Magenbeschwerden, Hitzewallungen, Ein- und Durchschlafstörungen sowie Schwindelgefühlen oder körperlicher Unruhe. Deshalb werden sie bei Ärzten oft wegen Schlafbeschwerden oder Nervosität behandelt.
Die Angststörung wird häufig übersehen. Da die Betroffenen ständig Befürchtungen und Sorgen erleben, stecken auch sie schnell im Teufelskreis der Angst. Probleme ergeben sich häufig im direkten Umfeld. Partner oder Kinder sind die übertriebenen Sorgen und Ängste eines Betroffenen bald leid. Sie gehen auf Distanz und verstärken so möglicherweise die Angstgefühle des Erkrankten.
Typische Merkmale von generalisierter Angststörung
- andauernden ständigen Ängsten, Sorgen und Befürchtungen ohne realen Anlass
- körperlichen Symptomen wie Magenbeschwerden, Übelkeit, Hitzewallungen, Schwindelgefühlen
- psychischen Symptomen wie steter Unruhe, Schlafstörungen und der Unfähigkeit, sich zu entspannen