Depression in Zahlen

Depression ist eine Krankheit, über die man nicht gern spricht. Die folgenden Zahlen und Fakten belegen, wie verbreitet - und wie gefährlich - die Krankheit ist.

  • Jahr für Jahr erkranken Millionen von Bundesbürgern an Depressionen. Depressionen stellen mit Abstand die häufigste psychische Erkrankung dar. Bezogen auf die Dauer eines Jahres sind zu jedem Zeitpunkt zirka 9,5 Prozent der deutschen Bevölkerung an einer Depression erkrankt.
  • Depressionen machen keinen Unterschied zwischen Geschlecht, Rasse oder Religionen. Allerdings scheinen Frauen ungefähr zweimal so häufig an Depressionen zu erkranken wie Männer. Der Grund hierfür ist noch unbekannt. Eine von vier Frauen und einer von zehn Männern erkranken einmal in ihrem Leben an einer Depression.
  • Leider gehören Depressionen zu den Erkrankungen, die wiederkehren können. Hatten Sie schon einmal in Ihrem Leben eine depressive Phase, so schließt dies ein erneutes Aufflackern der Krankheit leider nicht aus. Nach drei depressiven Episoden liegt die Wahrscheinlichkeit sogar bei 90 Prozent, dass weitere Schübe folgen.
  • Die gute Nachricht ist, dass 80 bis 90 Prozent der von Depressionen betroffenen Patienten eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden durch eine Behandlung erfahren.
  • Depressionen können in jedem Lebensalter auftreten. Es scheint jedoch so, dass Personen die nach 1945 geboren sind, häufiger erkranken. Dies könnte daran liegen, dass unser Leben seit dieser Zeit zunehmend von Stress, Rollenwechsel der Geschlechter und Alleinerziehung der Kinder geprägt ist.
  • Bedauerlicherweise erhalten nur zirka ein Drittel der Patienten die erforderliche Behandlung. Oftmals unterbleibt ein Arztbesuch aus Furcht und Scham vor Freunden, Familienangehörigen oder Arbeitskollegen.
  • Menschen mit schweren, unbehandelten Depressionen sind selbstmordgefährdet. Bei ihnen liegt die Selbstmordrate bei etwa 15 Prozent. Diese Menschen benötigen daher umgehend professionelle Hilfe.