Hörsturz Selbsthilfe & Vorbeugung

Die Ursachen der Krankheit sind nicht genau bekannt. Deshalb gibt es nur vorbeugende Empfehlungen, die den Lebensalltag positiv beeinflussen und somit die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung vermindern können.

Alkohol, Koffein und Nikotin sollten nur eingeschränkt konsumiert werden. Um Stress in allen Lebenssituationen besser bewältigen zu können, bietet sich das Erlernen von Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenem Training oder progressiver Muskelrelaxation an. Auch einfache regelmäßige Bewegung wie Spaziergänge oder Sport senken das Risiko für einen Hörsturz.

Was eine medikamentöse Vorbeugung angeht, wird in Fachkreisen diskutiert, ob Medikamente mit dem Wirkstoff Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt (Ginkgoblätter) tatsächlich Hörstürze verhindern helfen können. Dazu gibt es widersprechende Absichten.

Wann zum Arzt bei Hörsturz

Bei einer plötzlichen Hörminderung sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Ebenso sollten sie bei dem Gefühl, ein verstopftes Ohr zu haben, oder bei seltsamen Ohrgeräuschen (Tinnitus) wie zum Beispiel Pfeifen, Rauschen oder ähnlichem, zum Arzt gehen. Ein Arztbesuch ist außerdem dringend angeraten bei:
  • einem pelzigen Gefühl um die Ohrmuschel
  • einseitigen Ohrenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in die jeweilige Gesichtshälfte
  • kurzen Schwindelgefühlen
  • immer wieder auftretenden Sehstörungen
  • Druckgefühlen hinter den Augen.
Ein Hörsturz ist eine sogenannter Eilfall, aber kein Notfall. Es reicht auch, wenn man am folgenden Tag zum Arzt geht. Eine rasche Behandlung ist besonders wichtig, wenn die Schwerhörigkeit stark ist, das andere Ohr schwerhörig oder taub ist.