Schmerzen (leicht bis mäßig stark) Selbsthilfe & Vorbeugung

Bei leichten bis mittelstarken Schmerzen können lokale Wärme- oder Kältanwendungen Linderung bringen.

Zur Behandlung der Schmerzen stehen eine Reihe von Schmerzmitteln zur Verfügung. Bei leichten und kurzfristigen Schmerzen können nichtopioide Schmerzmittel wie beispielsweise Paracetamol oder Acetylsalicylsäure angewendet werden. Bei Schmerzen, die aufgrund von entzündlichen Prozessen entstehen, sollte nichtsteroidalen Antirheumatika wie beispielsweise Ibuprofen oder Diclofenac der Vorzug gegeben werden. Weitere schmerzlindernde Wirkstoffe dieser Gruppe sind Indometacin, Naproxen, Piroxicam, Etofenamat, Ketoprofen und Felbinac. Je nach Schmerzstärke und ?lokalisation können sie eingenommen oder direkt auf die schmerzende Stelle aufgetragen werden.

Auch aus der Pflanzenheilkunde sind schmerzlindernde Wirkstoffe bekannt. Dazu zählen vor allem Capsaicin, Cayennepfefferdickextrakt, Pestwurzelstock, Arnikablütenöl, Eukalyptusöl und Latschenkiefernöl. Als Wirkstoffkombinationen stehen unter anderem Eukalyptusöl + Pfefferminzöl + Rosmarinöl und Echtes Goldrutenkraut + Eschenrinden + Zitterpappelrinden und ?blätter zur Verfügung. Diese Wirkstoffe werden hauptsächlich als Creme, Salbe, Gel, Einreibung oder Öl angeboten und können so aufgetragen direkt an der schmerzenden Stelle wirken.

Prinzipiell ist eine Schmerzbehandlung nur für einen begrenzten Zeitraum sinnvoll. Halten Schmerzen länger als drei Tage an, sollte eine weitere Schmerztherapie auf jeden Fall mit einem Arzt abgesprochen werden. Von der Anwendung von Schmerzmitteln in festen Kombinationen wird abgeraten.

Wann zum Arzt bei Schmerzen (leicht bis mäßig stark)

Bei mittelstarken bis starken Schmerzen sollte immer sofort der Arzt aufgesucht werden.

Kommen zu den Schmerzen andere begleitende Symptome hinzu, wie beispielsweise Übelkeit und Erbrechen, Blutungen, Luftnot, Verwirrtheit oder Fieber, sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.