Migräne Selbsthilfe & Vorbeugung

Menschen, die an Migräne leiden, brauchen einen regelmäßigen Lebensrhythmus mit ausreichend Schlaf. Denn Stress, Schlaflosigkeit oder Hunger führen bei vielen Betroffenen zum Anfall.

Betroffene wissen meist aus Erfahrung, welche Auslöser sie meiden sollten. Um die individuellen Auslöser genau zu ermitteln, ist ein Kopfschmerzkalender (erhältlich bei der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft) empfehlenswert. Die beste Vorbeugung liegt im Vermeiden dieser Auslöser.

Kündigt sich ein Migräneanfall an, sollte man sich hinlegen, die Fenster abdunkeln und Lärm meiden. Bei einer Migräneattacke helfen kalte Kompressen oder eine Migränebrille den Schmerz zu lindern. Daneben können Schmerzen mit nichtopioiden Schmerzmitteln wie beispielsweise Phenazon, Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Pestwurzel unterdrückt werden. Pfefferminzöleinreibungen auf die Stirn als hilfreich beschrieben. Gegen Übelkeit und Erbrechen können die Wirkstoffe Dimenhydrinat und Dipenhydramin helfen.

Wann zum Arzt bei Migräne

Migräne ist keine lebensbedrohliche Krankheit, bedeutet aber einen deutlichen Verlust an Lebensqualität. Der Arzt verschreibt bei Bedarf Medikamente, welche die Häufigkeit von Anfällen verringern oder bei starken Migräneattacken den Schmerz unterdrücken können.

Wenn die Stärke der Kopfschmerzen, die Anfallshäufigkeit oder die Anfallslänge zunimmt, das Sehvermögen beeinträchtigt ist, Sprechstörungen, Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen auftreten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Halten die Kopfschmerzen mehr als drei Tage an, sollte ebenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.