Leberzirrhose Selbsthilfe & Vorbeugung

Eine Leberzirrhose, die durch Alkoholmissbrauch, Medikamente oder toxische Stoffe ausgelöst wurde, kann durch das Meiden dieser Substanzen gestoppt werden. Insbesondere gilt für jeden Leberzirrhotiker ein absolutes Alkoholverbot. Unter völliger Abstinenz ist die Leber in der Lage, sich zu regenerieren und wieder eine normale Funktion auszuüben.

Nach Absprache mit dem Arzt können gegebenenfalls die Vitamine A, D, E, K, Vitamin B1 und Folsäure eingenommen werden. Es sollte sich kalorien- und eiweißreich ernährt werden. Im fortgeschrittenen Stadium ist es jedoch meist sinnvoll, sich eiweißarm zu ernähren und die Zahl der ammoniakproduzierenden Bakterien im Darm zu vermindern. Dies geschieht durch die Gabe des Abführmittels Lactulose. Besteht eine Bauchwassersucht sollte man sich salzarm ernähren und insgesamt wenig trinken. Hilfreich sind auch Präparate mit Ornithinaspartat und Mariendistel. All diese Maßnahmen müssen aber immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Gegenüber Hepatitis A und B kann man sich durch entsprechende Impfungen schützen, die vom Arzt vorgenommen werden.

Wann zum Arzt bei Leberzirrhose

Die frühen Beschwerden bei einer Leberzirrhose sind oft wenig charakteristisch. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Appetitlosigkeit (gerade bezüglich fetter Speisen), Gewichtsverlust sowie Druckgefühl im rechten Oberbauch können auftreten und sollten durch einen Arzt abgeklärt werden.

Unbedingt sollte ein Besuch beim Arzt erfolgen, wenn sich Haut oder Bindehaut der Augen gelb färben. Auch wenn diese Gelbfärbung nur kurzzeitig auftritt, sollte sie unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden. Der Stuhl kann farblos und der Urin braun sein.