Medizinisches Lexikon

Melatonin

Melatonin ist ein in der Hirnanhangdrüse gebildetes Hormon, das eine wichtige Rolle im Tag-Nacht-Rhythmus spielt. Die Melatoninbildung und -ausscheidung unterliegt einem ausgeprägten 24-Stunden-Rhythmus; tagsüber ist die Blutkonzentration niedrig und steigt gegen Abend an, sie erreicht ein Maximum um Mitternacht; danach fällt sie wieder ab, unabhängig davon, ob man schläft oder nicht- Bei Reisen über Zeitzonen kommt es einer Entkopplung von innerer Uhr und äußerer Ortszeit, die als Jet-lag bezeichnet wird. Melatonin ist in in den USA frei erhältlich und wird zur Vorbeugung des Jet-lags empfohlen.