Zuclopenthixol Gegenanzeigen

Zuclopenthixol darf nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Neuroleptika der Untergruppe Thioxanthene und Phenothiazine angewendet werden. Das gleiche gilt bei akuten Vergiftungen oder Überdosierungen von Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln und Psychopharmaka.

Bei Patienten mit Kreislaufschock oder in Komazuständen ist eine Anwendung ebenfalls untersagt. Ein Phäochromozytom (Nebennierentumor) oder bestehende Blutbildveränderungen sowie eine Leistungsminderung des blutbildenden Systems sind weiterhin als Gegenanzeigen anzusehen.

Außerdem sind Kinder von einer Behandlung auszuschließen. In dieser Altersgruppe liegen keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vor.

Bei krankhaften Blutwerten darf keine Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika erfolgen. Deshalb ist vor der Therapie in jedem Fall das Blutbild (einschließlich des Differenzialblutbildes sowie der Blutplättchenzahl) vom behandelnden Arzt zu kontrollieren.

Zuclopenthixol sollte nur nach besonderes sorgfältiger ärztlicher Abwägung von Nutzen und Risiko bei Leberfunktionsstörungen und Nierenschwäche, schweren Herzkrankheiten und besonders bei starken Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung) angewendet werden. Eine Kombinationsanwendung mit Medikamenten, für die eine mögliche Verlängerung des QT-Intervalls bekannt ist, muss ebenfalls genau vom behandelnden Arzt überdacht werden.

Bei bestehenden Brust-Tumoren und prolaktinabhängigen Geschwulsten(hormonabhängig) wird der Arzt je nach Schwere und Ausmaß individuell über eine Behandlung und entsprechende Dosierung entscheiden.

Weiterhin muss der Einsatz von Zuclopenthixol bei schwerem Bluthochdruck, zu niedrigem Blutdruck oder Kreislaufstörungen beim Aufsetzen und Aufrichten sowie bei hirnorganischen Erkrankungen sehr genau überdacht werden. Auch in diesen Fällen ist eine sehr strenge ärztliche Risiko-Nutzen-Einschätzung erforderlich.

Bei Patienten mit Krampfanfällen ist darauf zu achten, dass die Krampfschwelle herabgesetzt wird. Deshalb sollte eine bestehende Krampfanfall-Therapie während der Behandlung nicht unterbrochen werden. Eine sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich.

Die Therapie bei Patienten mit der Parkinsonerkrankung ist ebenfalls kritisch vom behandelnden Arzt zu überdenken und individuell zu entscheiden.

Bei Patienten mit Grünem Star, Harnverhalten und Prostatavergrößerung ist dieser Wirkstoff sehr vorsichtig zu dosieren und der Behandlungserfolg regelmäßig ärztlich zu kontrollieren.

Zuclopenthixol bei Schwangerschaft & Stillzeit

In der Schwangerschaft liegen kaum Erfahrungen mit der Behandlung mit Zuclopenthixol vor. Deshalb sollte die Anwendung in dieser Zeit nur bei zwingender Notwendigkeit nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgen. Es ist darauf hinzuweisen, dass Zuclopenthixol den Mutterkuchen durchdringen kann. Deshalb sollte die Dosis im letzten Schwangerschaftsdrittel so gering wie möglich sein.

Zuclopenthixol wird in die Muttermilch ausgeschieden. Deshalb sollten stillende Frauen vor der Behandlung abstillen.

Zuclopenthixol und Kinder

Kinder sollten diesen Wirkstoff nicht erhalten. In dieser Altersgruppe liegen noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vor.