Xipamid Wirkung

Xipamid gehört zur Gruppe der thiazidartigen Entwässerungsmittel. Der Wirkstoff hemmt in den Nierenzellen die Wiederaufnahme von Natrium und Chlorid in den Körper. Dadurch wird vermehrt Natriumchlorid (NaCl) und das daran gebundene Wasser ausgeschieden. In der Folge können so Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) vermindert und der Blutdruck durch die vermehrte Flüssigkeitsausscheidung gesenkt werden.

Xipamid ähnelt in einigen Punkten aber auch den Schleifendiuretika. So fördert es die Kalziumausscheidung mit dem Urin, zusätzlich kommt es zur erhöhten Ausscheidung von Kalium, Bicarbonat und Magnesium.

Da Xipamid weder die Nierendurchblutung noch die Filtrationsrate in den Nierenfunktionskörperchen beeinflusst, ist der Wirkstoff sogar bei höhergradig eingeschränkter Nierenfunktion noch wirksam.

Die entwässernde Wirkung tritt nach etwa einer Stunde ein und erreicht ihr Maximum zwischen der dritten und der sechsten Stunde.
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