Wiesenlieschgraspollen Gegenanzeigen

Wiesenlieschgraspollen dürfen nicht angewendet werden bei
  • Tumorerkrankungen und Erkrankungen des Immunsystems wie beispielsweise Autoimmunerkrankungen (unter anderem Diabetes mellitus vom Typ 1 und Kollagenose), Immunkomplexerkrankungen (unter anderem chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Multiple Sklerose) oder
    Immundefektkrankheiten (bekannteste: AIDS)
  • Entzündungen in der Mundhöhle mit schweren Symptomen, wie beispielsweise eine Flechte mit Geschwüren oder Pilzbefall des Mundes
  • Patienten mit unzureichend behandeltem oder schwerem Asthma.
Bei der Anwendung von Wiesenlieschgraspollen sind folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:
  • Bei chirurgischen Eingriffen in der Mundhöhle einschließlich Zahnziehungen und dem Verlust von Milchzähnen bei Kindern, sollte die Therapie mit dem Wirkstoff für sieben Tage unterbrochen werden, um die Heilung der Mundhöhle zu ermöglichen
  • Treten örtlich starke allergische Reaktionen auf, können diese mit Antiallergika (beispielsweise H1-Antihistaminika) behandelt werden. Kommt es allerdings zu schweren allgemeinen Reaktionen, Gesichtsschwellungen, Schwierigkeiten beim Schlucken, Schwierigkeiten beim Atmen, Veränderungen der Stimme oder Engegefühl im Hals sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. In derartigen Fällen sollte die Therapie abgebrochen oder so lange ausgesetzt werden, bis der behandelnde Arzt über die Fortsetzung der
    Therapie entschieden hat.
  • Wenn bei Patienten mit Asthma eine Verschlimmerung des Asthmas eintritt, ist die Therapie abzubrechen und sofort ein Arzt aufzusuchen, der über die Fortsetzung der Therapie entscheidet.
  • Tritt bei Kindern mit begleitendem Asthma gleichzeitig eine akute Infektion des oberen Atemwege auf, sollte die Therapie bis zum Abklingen der Infektion unterbrochen werden.
  • Eine Impfung sollte während der Behandlung mit dem Wirkstoff nicht ohne ärztliche Beurteilung des Allgemeinzustandes des Patienten erfolgen.

Wiesenlieschgraspollen bei Schwangerschaft & Stillzeit

Im Tierexperiment stellte die Behandlung mit Wiesenlieschgraspollen keine Gefahr für die Ungeborenen dar. Allerdings gibt es keine Studien zur Anwendung des Wirkstoffes bei Schwangeren. Deshalb sollte eine Therapie nicht während einer Schwangerschaft begonnen werden. Tritt während der Therapie eine Schwangerschaft ein, kann nach sorgfältiger ärztlicher Beurteilung des Allgemeinzustandes der Patientin (einschließlich der Lungenfunktion) und der Reaktionen auf die vorangegangenen Einnahmen die Behandlung fortgesetzt werden. Patientinnen mit Asthma sollten allerdings während der Schwangerschaft häufig und regelmäßig untersucht werden.

Von der Einnahme des Wirkstoffes während der Stillzeit sind keine Wirkungen auf den gestillten Säugling zu erwarten.

Wiesenlieschgraspollen und Kinder

Der Wirkstoff wird bei Erwachsenen und Kindern (ab fünf Jahren) zur Behandlung von Nasenschleimhautentzündung (Heuschnupfen, Rhinitis) und allergischer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) angewendet, die durch Gräserpollen ausgelöst werden.

Man hat festgestellt, dass die auftretenden Nebenwirkungen während der Behandlung bei Kindern und Jugendlichen ähnlich denen bei
Erwachsenen sind. Im Vergleich zu Erwachsenen traten bei Kindern jedoch häufiger Infektionen deroberen Atemwege, Bauchschmerzen, Erbrechen und Lippenschwellung auf. Aus diesem Grund sollte die Therapie mit dem Wirkstoff für die Altersgruppe von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren durch einen erfahrenen Arzt nach dem Nutzen-Risiko-Verhältnis abgewogen werden.