Warfarin Wirkung

Warfarin gehört der Wirkstoffgruppe der Antikoagulanzien an. Dort wiederum ist es der Untergruppe der so genannten Cumarine zugeteilt. Diese chemischen Verbindungen gehen auf Naturstoffe zurück: Im Süßklee wie auch dem Waldmeisterkraut sind Cumarine enthalten.

Die gerinnungshemmende Wirkung aller Cumarine ist indirekt. Sie beruht auf der Ausschaltung des gerinnungsfördernden Effektes von Vitamin K (daher auch Vitamin K-Antagonisten genannt). Aufgrund des indirekten Effektes seiner Wirkstoff-Untergruppe hat auch Warfarin einen verzögerten Wirkeintritt. Das Wirkmaximum erreicht Warfarin erst 36 bis 72 Stunden nach der Einnahme. Bis zu diesem Zeitpunkt erhalten die Patienten meist noch zusätzlich Heparin, um eine ausreichende Gerinnungshemmung zu gewährleisten.

Die Dosierung von Warfarin ist unter ständiger Kontrolle der Gerinnungshemmung (INR-Test) vom Arzt einzustellen. Jeder Patient erhält die für ihn und sein Krankheitsbild passende Dosierung. Diese muss regelmäßig ärztlich überwacht werden, weil viele Medikamente und auch die Ernährung die Wirkung von Warfarin beeinflussen.

Bei ambulanter Therapie sollten die Patienten für den Notfall einen Behandlungsausweis bei sich tragen, in dem die individuelle Therapie aufgezeichnet ist.
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