Vareniclin Gegenanzeigen

Vareniclin darf nicht eingenommen werden, wenn gegen den Wirkstoff eine Überempfindlichkeit besteht.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Vareniclin bei Patienten mit schwerwiegenden psychischen und psychiatrischen Erkrankungen wurde nicht untersucht. Die Raucherentwöhnung kann jedoch mit oder ohne Arzneimitteltherapie psychische Erkrankungen verschlechtern. Sind psychische Erkrankungen (wie Depressionen oder Schizophrenie) in der Vorgeschichte bekannt, muss der Arzt vor Behandlungsbeginn darüber informiert werden.

Durch eine Raucherentwöhnung, mit oder ohne Medikamentenunterstützung, kann die Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung von bestimmten Arzneimitteln verändert werden. Daher können für diese Arzneimittel eventuell Dosisanpassungen durch den Arzt erforderlich sein. Beispiele hierfür sind unter anderem Theophyllin (zur Gefäßerweiterung bei Asthma bronchiale eingesetzt), Warfarin (Blutgerinnungshemmer) und Insulin (zur Blutzuckersenkung bei Diabetes).

Durch das Rauchen wird ein bestimmtes Enzymsystem im Körper beeinflusst, das so genannte CYP1A2. Dieses Enzymsystem wird für den Abbau körperfremder Stoffe, wie Arzneimittel oder auch Umweltgifte, benötigt. Bei einer Raucherentwöhnung kann es zu einer Erhöhung der Blutkonzentration von Wirkstoffen kommen, die über dieses Enzymsystem abgebaut werden. Dazu zählen vor allem Amitriptylin (ein Antidepressivum), Naproxen (ein kortisonfreies Schmerzmittel, als so genanntes NSAR) und Verapamil (ein Blutdrucksenker). Sollten Sie diese Wirkstoffe einnehmen, informieren Sie bitte Ihren Arzt vor einer Raucherentwöhnungstherapie mit Vareniclin.

Vareniclin bei Schwangerschaft & Stillzeit

Es gibt keine entsprechenden Daten zur Anwendung von Vareniclin in der Schwangerschaft. Tierstudien haben eine schädigende Wirkung in Bezug auf die Fortpflanzung ergeben. Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt, daher soll Vareniclin während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Ist eine Schwangerschaft geplant, sollte vor Behandlungsbeginn ein Arzt befragt werden.

Tierstudien weisen darauf hin, dass Vareniclin in die Muttermilch übergeht. Ob dies auch bei Menschen erfolgt, wurde nicht untersucht, es ist jedoch möglich. Vor der Einnahme von Vareniclin in der Stillzeit muss deshalb ein Arzt um Rat gefragt werden. Er wird dabei den Nutzen des Stillens für das Kind beziehungsweise den Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen und im Gespräch mit der Mutter über eine Vareniclinbehandlung entscheiden.

Vareniclin und Kinder

Die Anwendung von Vareniclin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da nicht genügend Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit für diese Altersgruppe vorliegen.