Ursodeoxycholsäure Gegenanzeigen

Der Wirkstoff darf nicht angewendet werden bei:
  • Überempfindlichkeit gegen Ursodeoxycholsäure,
  • akuten Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege,
  • akuter oder chronischer Leberentzündung (Hepatitis),
  • einem Verschluss der Gallenwege,
  • einer im Röntgenbild nicht darstellbaren Gallenblase,
  • kalziumhaltigen Gallensteinen (diese geben einen Schatten im Röntgenbild),
  • einer verminderten Funktionsfähigkeit der Gallenblase,
  • häufigen Gallenkoliken (krampfartige Schmerzen in der Lebergegend, oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen).

Ursodeoxycholsäure bei Schwangerschaft & Stillzeit

Ursodeoxycholsäure sollte während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden, weil das Kind Schaden nehmen kann. Vor Therapiebeginn ist eine Schwangerschaft auszuschließen. Frauen im gebärfähigen Alter wird empfohlen, während der Therapie empfängnisverhütende Maßnahmen zu treffen.

Ob Ursodeoxycholsäure in die Muttermilch übergeht, wurde nicht ausreichend untersucht. Daher ist die Einnahme in der Stillzeit verboten.

Ursodeoxycholsäure und Kinder

Die Anwendungsgebiete für Ursodeoxycholsäure kommen bei Kindern und Jugendlichen nur äusserst selten vor. Dementsprechend sind Wirksamkeit
und Sicherheit in dieser Altersgruppe noch kaum untersucht. Allerdings wurden schon Kindern und Jugendliche mit Gallenstau mit dem Wirkstoff behandelt. Die Dosierungen lagen hierbei zwischen fünf und 30 Milligramm Ursodeoxycholsäure pro Kilogramm Körpergewicht.