Trihexyphenidyl Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeit gegen Trihexyphenidyl oder andere Anticholinergika, akuten Vergiftungen mit Alkohol sowie bei der Einnahme von Schlafmitteln oder Mitteln, die auf die Psyche wirken (beispielsweise Antidepressiva), darf der Wirkstoff nicht verwendet werden.

Wie andere anticholinerge Mittel darf Trihexyphenidyl bei schwerer Hirnarterienverkalkung, Lungenödem bedingt durch Herzerkrankungen, Verengungen im Magen-Darm-Trakt, Blasenentleerungsstörungen mit Restharn (Vergrößerung der Vorsteherdrüse), bei der Augenkrankheit Grüner Star mit erhöhtem Augendruck (Engwinkel-Glaukom) sowie einer angeborenen Störung des Muskelstoffwechsels (Myasthenia gravis), Herzmuskelschwäche oder Entzündungen des Herzmuskels und bei Herzrhythmusstörungen nicht gegeben werden.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt sollte der Wirkstoff angewandt werden bei Patienten mit vorgeschädigtem Herzen, schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen, prolaktinabhängigen Tumoren oder einem hormonproduzierendem Tumor in der Nebenniere ( Phäochromozytom), ausgeprägtem Bluthochdruck, orthostatischen Kreislaufregulationsstörungen, Stammhirnerkrankungen, chronischen Atembeschwerden und Asthma, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Magen-Darm-Blutungen sowie psychischen Erkrankungen wie Depressionen.

Trihexyphenidyl bei Schwangerschaft & Stillzeit

In der Schwangerschaft ist die Anwendung des Wirkstoffs verboten. Insbesondere im letzten Schwangerschaftsdrittel und bei der Geburt kann es beim Fötus beziehungsweise Neugeborenen durch Trihexyphenidyl zu einer Herzminutenvolumenabnahme (Bradykardie) und Herzrhytmusstörungen (Tachykardien) kommen.

In der Stillzeit darf der Wirkstoff nicht verwendet werden, da er in die Milch übergeht. In Abhängigkeit von Dosis, Art und Dauer der Anwendung sind Vergiftungen möglich. Außerdem verringert Trihexyphenidyl die Milchproduktion.

Trihexyphenidyl und Kinder

Kinder und Jugendliche dürfen den Wirkstoff nicht erhalten.