Spironolacton + Furosemid Gegenanzeigen

Die Wirkstoffkombination Spironolacton + Furosemid darf nicht bei Überempfindlichkeit gegen einen der beiden Bestandteile oder gegen Sulfonamide angewendet werden.

Weiterhin schließt eine zu hohe oder stark verringerte Blutkaliumkonzentration sowie eine stark verminderte Blutnatriumkonzentration oder ein Blutvolumenmangel die Therapie mit dieser Kombination aus. Das gleiche gilt bei starkem Flüssigkeitsmangel, akutem Nierenversagen und schwerer Nierenfunktionseinschränkung (wie Nierenschwäche mit zu wenig oder ganz ohne Urinausscheidung, Kreatinin-Clearance unter 30 Milliliter pro Minute). In diesen Fällen sind regelmäßige ärztliche Blutuntersuchungen erforderlich.

Bei komatösen Patienten infolge einer Leberfunktionsstörung, schwangeren Frauen und stillenden Müttern ist ebenfalls von einer Behandlung mit Spironolacton + Furosemid abzusehen.

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist bei verringerter Blutkalium- und Blutnatriumkonzentration sowie bei einer Nierenfunktionseinschränkung leichteren Grades erforderlich. Dies gilt auch bei zu niedrigem Blutdruck und für Patienten, die durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären. Dazu zählen unter anderem Patienten mit Durchblutungsstörungen im Gehirn oder einer Herzkranzgefäßverengung.

Bei einer Störung des Säure-Basen-Haushaltes in den sauren Bereich, bei bestehender Zuckerkrankheit (regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers ist erforderlich) oder Gicht (regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Blut ist erforderlich) sowie bei vermindertem Eiweißgehalt des Blutes ist besondere Vorsicht geboten. Der Arzt wird in diesen Fällen individuell über eine Behandlung entscheiden.

Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist auch bei der Eiweißverlustniere, bei Harnabflussbehinderungen (etwa durch Prostatavergrößerung, Harnleiterverengung) sowie bei Leberzirrhose (Lebergewebsuntergang) und gleichzeitiger Nierenfunktionseinschränkung erforderlich.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Spironolacton und kaliumsparenden Entwässerungsmitteln, Kaliumsubstitutionsmitteln oder ACE-Hemmern (blutdrucksenkende Wirkung) kann es zu einem lebensgefährlichen Anstieg des Blutkaliumwerts kommen. Die Kombination kann daher nicht empfohlen werden.

Weiterhin sollte die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die potenziell das Gehörorgan schädigen (wie Aminoglykoside, Cisplatin) oder die Kombination mit nierengiftigen Arzneimitteln (wie Cephalosporine, Polymyxine) vermieden werden.

Ausreichende Erfahrungen über die Behandlung von Kindern und Säuglingen liegen nicht vor. Bei Frühgeborenen besteht die Gefahr, dass sich in den Nieren Steine bilden. Deshalb ist die Kontrolle der Nierenfunktion mittels Ultraschall notwendig. Bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann in den ersten Wochen das Risiko des Offenbleibens der Verbindung von der Aorta zur Lungenarterie (Ductus arteriosus Botalli) erhöht sein. Eine Behandlung muss in diesem Fall sehr sorgfältig intensivmedizinisch überwacht werden.

Spironolacton + Furosemid bei Schwangerschaft & Stillzeit

Die Wirkstoffkombination Spironolacton + Furosemid sollte nicht während der Schwangeschaft angewendet werden. Der Tierversuch erbrachte Hinweise auf fruchtschädigende Wirkungen. Das Wachstum des Ungeborenen kann beeinflusst werden, da die Durchblutung der Gebärmutter und des Mutterkuchens verringert wird. Mit Störungen im Mineralhaushalt beim Embryo muss ebenfalls gerechnet werden. Der Wirkstoff Spironolacton kann aufgrund seiner Ähnlichkeit zu körpereigenen Geschlechtshormonen zu einer Verweiblichung des Ungeborenen führen.

Da beide Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen, darf die Kombination nicht in der Stillzeit angewendet werden. Furosemid verringert zusätzlich die Milchproduktion. Weiterhin können in Abhängigkeit von der Dosis, der Art und Dauer der Einnahme ernsthafte Schädigungen des Säuglings eintreten.

Spironolacton + Furosemid und Kinder

Die Wirkstoffkombination Spironolacton + Furosemid ist für die Anwendung bei Kindern nicht geeignet. Es leigen noch keine ausreichenden Erfahrungen für diese Altersgruppe vor.