Schlafmittel Anwendung

auch bezeichnet als: Hypnotika und Sedativa

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Anwendungsgebiete der Wirkstoffgruppe Schlafmittel und die jeweils zur Anwendung kommenden Wirkstoffe.

Mit Schlafmitteln werden in erster Linie Störungen des Einschlafens und Durchschlafens behandelt. Solche Schlafstörungen können sowohl gelegentlich als auch regelmäßig auftreten. Dementsprechend kann eine Behandlung kurzfristig oder für einen längeren Zeitraum erforderlich sein, um die Folgezustände von mangelndem Schlaf wie anhaltende Müdigkeit und Konzentrationsschwäche zu vermeiden. Schlafmittel können das Krankheitsbild der Schlafstörung wirksam bekämpfen, beseitigen aber in der Regel nicht die eigentlichen Ursachen.

Schlafstörungen werden in vielen Fällen durch ungünstige äußere Einflüsse wie schlechte Schlafbedingungen hervorgerufen. Hierzu gehören Schlafzimmer, die zu hell oder laut sind, vom Schichtdienst diktierte Schlafzeiten und ständige äußerlich veranlasste Schlafunterbrechungen zum Beispiel durch ein schreiendes Baby oder während einer Rufbereitschaft.

Schlafstörungen können aber auch innerliche Ursachen haben wie Stress, Schilddrüsenüberfunktion und Herzjagen. Manche Arzneimittel, Schilddrüsenhormone und tri- und tetrazyklische Antidepressiva, können als Nebenwirkung den Schlaf stören. Aber auch am Spätnachmittag oder Abend getrunkene Genussmittel wie Schwarztee, Grüner Tee, Kaffee, andere Coffein-haltige Getränke sowie die Einnahme schwerer Mahlzeiten halten wach. Alkoholika haben vordergründig zwar einen müde machenden Effekt. Trinkt man aber regelmäßig Alkohol, kann dies auf Dauer auch eine Schlaflosigkeit herbeiführen. Oft gerät der Betroffene dann in den Teufelskreis, mit Alkohol den ersehnten Schlaf herbeiführen zu wollen.

Bevor Schlafstörungen mit Arzneimitteln behandelt werden, sollte herausgefunden werden, auf welche Weise die Schlafstörung entstanden ist. Sind äußere Einflüsse wie ungünstige Schlafbedingungen, die Lebensführung oder die Einnahme bestimmter Arzneimittel Ursache der Schlafstörungen, sollten diese Ursachen so weit wie möglich beseitigt werden. Eine Entspannungstherapie kann Unruhezustände und Stressgefühle bessern und somit oftmals zu ruhigem Schlaf verhelfen.

Es ist sinnvoll (auch in Kombination mit dem Einsatz von Schlafmitteln), Regeln für einen ungestörten und gesunden Schlaf einzuhalten. Zu diesen Schlafregeln gehören:
  • die Einhaltung eines vernünftigen Schlafrhythmus
  • der Verzicht auf abendlichen Konsum von Alkohol, Coffein-haltigen Getränken, Kaffe und Tee
  • die Vermeidung schwer verdaulicher abendlicher Mahlzeiten
  • das Einüben von Entspannungstechniken, wenn direkt nach stressigen Situationen geschlafen werden soll.