Rimonabant Wirkung

Vor etwas mehr als zehn Jahren entdeckte man, dass THC - der wichtigste berauschende Inhaltsstoff der Haschischpflanze - einen Großteil seiner Wirkung über spezielle Bindungsstellen (Rezeptoren) an den Nerven- und anderen Körperzellen ausübt. Diese Cannabinoid-Rezeptoren teilen sich in zwei Untergruppen: CB1, die besonders im Gehirn und CB2, die hauptsächlich in Zellen des Immunsystems vorkommt. Später wurden auch körpereigene Substanzen entdeckt, die ähnliche Effekte wie THC an diesen Rezeptoren entfalten. Wie Haschisch vermögen sie Schmerzen abzudämpfen, Wohlgefühle hervorzurufen, beeinflussen die Verarbeitung von Sinneseindrücken und das Gedächtnis. Die Anregung der Cannabinoid-Rezeptoren führt aber auch zur Fettneubildung und -speicherung, macht Appetit auf Süßes und Fettiges. Deshalb ist eine erhöhte Aktivität des Endocannabinoid-Systems mit Übergewicht und übermäßiger Nahrungsaufnahme verbunden.

Die Wirkung von Rimonabant beruht auf der teilweisen Unterdrückung des Endocannabinoidsystems. Der Wirkstoff blockiert gezielt die Anbindung von Endocannabinoiden an den Cannabinoid-1-Rezeptor (CB1). So wird der Appetit und damit die Energieaufnahme gehemmt. Unabhängig davon beeinflusst Rimonabant auch den Zucker- und Fettstoffwechsel positiv. Besonders hinsichtlich der Absenkung des Blutzuckers hat sich Rimonabant in speziellen Studien als praktisch ebenso wirksam wie orale Antidiabetika erwiesen.
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