Reboxetin Wechselwirkungen

Reboxetin wird in der Leber vorwiegend von einem bestimmten Enzym des Cytochrom-System (spielt eine wichtige Rolle bei der Verstoffwechselung von Arzneimitteln) abgebaut. Stoffe, die dieses Enzym (Cytochrom P450-Isoenzym CYP 3A4) hemmen, können die Blutkonzentrationen von Reboxetin gefährlich steigern. Daher darf der Wirkstoff nicht zusammen mit Medikamenten wie beispielsweise den Mitteln gegen Pilzerkrankungen Ketoconazol und Itraconazol, mit Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin dem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer Fluvoxamin (gegen Depressionen) oder dem Antidepressiva Nefazodon gegeben werden.

Werden Reboxetin und das Benzodiazepin Lorazepam (Beruhigungsmittel) gleichzeitig verabreicht, ergibt sich eine leichte bis mäßige Schläfrigkeit und eine kurz andauernde Erhöhung der Herzschlagfrequenz. Bedeutende Wechselwirkungen zwischen Reboxetin und Lorazepam wurden nicht gefunden.

Wegen einer möglichen Blutdruckerhöhung sollten Mutterkornalkaloide (gegen Migräne) und Antidepressiva aus der Wirkstoffgruppe der MAO-Hemmer nicht zusammen mit Reboxetin gegeben werden. Die Kombination mit anderen Antidepressiva wurde nicht untersucht.

Reboxetin scheint die Kalium-Ausscheidung zu fördern. Bei gleichzeitiger Einnahme von Kalium-ausschwemmenden Entwässerungsmitteln besteht daher die Gefahr eines Blutkaliummangels.

Nahrungsaufnahme verzögert die Aufnahme des Wirkstoffes Reboxetin in den Körper. Die Wirkung setzt damit später ein, wird aber insgesamt nicht abgeschwächt.