Prograf 0,5/- 1/- 5 mg Hartkapseln – Warnhinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Bitte beachten Sie bei der Anwendung von Prograf 0,5/- 1/- 5 mg Hartkapseln die unten aufgeführten Warnhinweise.
- Während der Behandlung muss die Haut sorgfältig vor Lichteinwirkung geschützt werden.
- Das Medikament darf auf der Haut nicht zusammen mit Hautschutzmitteln verwendet werden.
- Das Infektionsrisiko mit Herpesviren wird durch die Behandlung mit dem Medikament erhöht.
- Das Auftreten einer Lymphknotenveränderung während der Therapie sollte umgehend ärztlich überwacht werden.
- Das Medikament darf nicht auf Schleimhäuten und am Auge angewendet werden.
- Bei bestehender Leberschädigung darf das Medikament nur unter ärztlicher Überwachung angewendet werden.
- Das Medikament darf in Salbenform nicht unter Pflastern oder Verbänden angewendet werden.
- Das Medikament darf nicht angewendet werden bei genetisch bedingter Schädigung der Haut.
- Das Medikament darf nicht in engem zeitlichem Zusammenhang mit Impfungen angewendet werden.
- Während der Anwendung des Medikaments in Tablettenform oder als Infusion ist eine strenge Überwachung durch den Arzt erforderlich.
- Das Medikament wirkt bei Menschen schwarzer Hautfarbe schwächer, muss also gegebenenfalls höher dosiert werden.
- Wurde vor dem Medikament mit Ciclosporin behandelt, darf das Medikament erst zwölf bis 24 Stunden nach Ende der Ciclosporin-Therapie gegeben werden.
- Bei Nierenkranken ist während der Behandlung mit dem Medikament die Nierenfunktion besonders sorgfältig ärztlich zu überwachen.
- Das Medikament kann bei Anwendung als Tablette oder Infusion zur Beeinträchtigung der Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen führen.
- Einstellung des Patienten sowie Dosisanpassung nur durch mit der immunsuppressiven Therapie und der Behandlung von Transplantationspatienten erfahrene Ärzte in entsprechend ausgestatteten Einrichtungen. Es ist eine umfassende Information des weiterbehandelnden Arztes erforderlich.
- Eine vollständige Überwachung des Patienten (besonders engmaschig während der ersten Behandlungsmonate nach der Transplantation) sollte gewährleistet sein. Folgende Untersuchungen müssen regelmäßig erfolgen: Blutdruckkontrolle, EKG, Nervensystem und Reflexe, Sehvermögen, Blutzucker (Nüchternwerte), Mineralien (vor allem Kalium), Leber- und Nierenfunktion, Kontrolle der Blutwerte allgemein sowie speziell Blutgerinnung und Bluteiweiße
- Vor Beginn einer Therapie empfiehlt sich bei Kleinkindern das Blut auf Epstein-Barr-Virus-zu untersuchen, während der Therapie sollten ebenfalls diese Blutwerte kontrolliert werden.
- Bei möglichen Anzeichen einer Transplantatabstoßung wie Fieber, Unwohlsein oder Schmerzen am Ort des transplantierten Organs immer den behandelnden Arzt aufsuchen.
- Der Wirkstoff verträgt sich nicht mit PVC-haltigem Material wie Sonden und Spritzen. Sollte der Wirkstoff aufgelöst werden, darf er deshalb nach Öffnung der Kapseln nicht in PVC-haltigen Materialien angemischt werden.
- Das Medikament sollte in der Originalverpackung und vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt werden.
- Das Medikament enthält Lactose (Milchzucker) und ist daher nicht für Patienten mit Zuckerverwertungsstörungen, wie Lactasemangel, Glucose-Galactose-Verwertungsstörung und der seltenen erblich bedingten Galactose-Unverträglichkeit geeignet.
- Das innenliegende Trockenmittel darf nicht geschluckt werden.
- Bei Patienten mit Durchfall muss die Blutkonzentration des Wirkstoffs besonders überwacht werden.
- Besonders sorgfältig ärztlich überwacht werden müssen kleine Kinder, Patienten mit bestehendem Herzleiden, Bluthochdruck, Nieren- und Leberfunktionsstörungen, Infektionen, Flüssigkeitsüberbelastung und Gewebswassereinlagerungen sowie Patienten, die mit Kortisonpräparaten behandelt werden. Bei diesen Personen ist eine Echokardiographie oder ein EKG vor und nach der Transplantation erforderlich.
- Während der Behandlung sind EKG-Veränderungen möglich.
- Patienten, die auf dieses Medikament umgestellt wurden, sollten nicht gleichzeitig Lymphozyten-Antikörper erhalten.
Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.