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Plavix 300 mg Nebenwirkungen

Hersteller
sanofi-aventis
Wirkstoff
Verschreibung
rezeptpflichtig

Auf dieser Seite erfahren Sie, welcher Nebenwirkungen bei der Anwendung von Plavix 300 mg gegebenenfalls auftreten können. Dabei bedeutet:

  • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
  • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
  • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
  • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
  • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
  • Nicht bekannt: Häufigkeit mangels Daten nicht abschätzbar

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen kann Clopidogrel, der Wirkstoff in Plavix 300 mg haben?

Das Wichtigste über mögliche, bekannte Nebenwirkungen von Clopidogrel in Plavix 300 mg lesen Sie im Folgenden. Diese Nebenwirkungen können auftreten, müssen aber nicht. Denn jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente.

Häufige Nebenwirkungen:
allgemeine Blutungen, Hautblutungen, Nasenbluten, blaue Flecken, Blutungen an Einstichstellen (zum Beispiel nach einer Injektion), Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Durchfall.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Blutplättchenmangel, Mangel Weißer Blutkörperchen, Erhöhung einer Untergruppe der Abwehrzellen (Eosinophilie), Hirnblutungen (einige auch mit tödlichem Ausgang), Kopfschmerzen, Missempfindungen, Schwindel, Benommenheit, Augenblutungen (in der Bindehaut, im Augapfel und an der Netzhaut), Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Magenschleimhautentzündung, Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung, vermehrter Abgang von Winden, Ausschlag, Juckreiz, flächige Hauteinblutungen, blutiger Urin, verlängerte Blutungszeit, verminderte Anzahl einer Untergruppe der Abwehrzellen (Neutropenie), Verminderung der Blutplättchenzahl.

Seltene Nebenwirkungen:
ausgeprägte Verminderung der Neutrophilen Granulozyten (Untergruppe der Abwehrzellen), Schwindel mit Gleichgewichtsstörungen, Blutungen hinter dem Bauchfell.

Sehr seltene und vereinzelte Nebenwirkungen:
Thrombotisch-Thrombozytopenische Purpura (seltene lebensbedrohliche Erkrankung, bei der Blutgerinnsel entstehen, die besonders Gehirn- und Nierengefäße verstopfen und schwerwiegende Organschäden verursachen), Blutarmut infolge Knochenmarksminderfunktion, Mangel aller Blutzellen, Fehlen einiger Abwehrzellen (Agranulozytose), schwerer Blutplättchenmangel, Blutarmut, Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems, schwere allergische Reaktionen, Verwirrtheit, Wahnvorstellungen, Geschmacksstörungen, schwere Blutungen, Blutungen von Operationswunden, Gefäßentzündungen, niedriger Blutdruck, Atemwegsblutungen (mit Bluthusten und Lungenblutungen), Bronchialkrämpfe, Lungengewebsentzündung, Magen-Darm-Blutungen mit tödlichem Ausgang, Bauchspeicheldrüsenenzündung, Darmentzündungen, Mundschleimhautentzündung, akutes Leberversagen, Leberentzündung, Leberwerte außerhalb der Norm, schwerste Hautentzündung mit Blasenbildung (Toxische epidermale Nekrolyse, Steven-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme), Gefäßschwellungen (Angioödem), Exantheme, Nesselsucht, Ekzeme, Knötchenflechte, Blutungen im Muskel- und Skelettbereich, Gelenkeinblutungen, Gelenkentzündung, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Nierenfunktionskörperchenentzündung Blut-Kreatinin-Anstieg, Fieber.

Besonderheiten:
Bei der Kombination mit Acetylsalicylsäure treten leichte und schwere Blutungen (besonders im Magen-Darm-Bereich) deutlich häufiger auf. Lebensbedrohliche oder gar tödliche Blutungen sowie Gehirnblutungen nehmen dagegen durch die Kombination nicht zu.

Bei der Behandlung mit Clopidogrel kam es in Einzelfällen zwei bis drei Monate nach Therapiebeginn zu ausgedehnten Blutergüssen und Einblutungen in die Muskulatur. Vermutlich ist dies auf eine Verminderung der Konzentration an Blutgerinnungsfaktor VIII zurückzuführen. Treten große Blutergüsse während der Behandlung mit Clopidogrel auf, sollte der Arzt die Blutgerinnung überprüfen.

Es haben sich bei der Behandlung mit Clopidogrel negative Auswirkungen auf die Leberfunktion gezeigt. Treten während der Behandlung mit dem Wirkstoff Zeichen einer Leberschädigung auf (Gewichtszunahme durch Wasseransammlung im Bauchraum, Juckreiz, Übelkeit, Verwirrtheit oder Gelbfärbung von Haut und Schleimhaut) ist sofort ein Arzt zu verständigen.

Nach der Einnahme von Clopidogrel wurde sehr selten eine Thrombotisch-Thrombozytopenische Purpura (TTP) beobachtet, manchmal schon nach kurzer Einnahmedauer. Die TTP ist gekennzeichnet durch Blutplättchenmangel und einer vorzeitigen Zerstörung roter Blutkörperchen (mikroangiopathische hämolytische Anämie) in Verbindung mit Symptomen des Nervensystems, Nierenfunktionsstörungen oder Fieber. Eine TTP ist lebensbedrohlich und erfordert eine sofortige Behandlung einschließlich eines Blutaustausches (Plasmapherese).

Nach der Einnahme von Clopidogrel erkrankten einige Patienten an einer Bluterkrankheit, der sogenannten erworbenen Hämophilie.