Piracetam Gegenanzeigen

Der Wirkstoff darf bei Überempfindlichkeit gegen Piracetam nicht angewendet werden.

Nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses durch den Arzt und ärztlicher Überwachung sollte Piracetam gegeben werden nach einer Gehirnblutung und bei Patienten mit psychomotorischer Unruhe oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Bei Nierenfunktionsstörungen müssen die Kreatininwerte regelmäßig ärztlich kontrolliert werden. Da Piracetam ausschließlich über die Nieren ausgeschieden wird, kann bei leichter bis mittelschwerer Nierenschwäche zudem eine Dosisverminderung durch den Arzt erforderlich sein.

Da der Wirkstoff die Blutgerinnung beeinflusst, müssen Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder schweren Blutungen besonders sorgfältig ärztlich überwacht werden. Gleiches gilt auch bei großen operativen Eingriffen.

Piracetam bei Schwangerschaft & Stillzeit

Piracetam gelangt in den Mutterkuchen und so zum Ungeborenen. Der Wirkstoff sollte daher während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden. Auch wenn bisher keine Berichte über negative Auswirkungen von Piracetam auf die Mutter oder das Kind in der Schwangerschaft vorliegen.

Da nicht bekannt ist, ob Piracetam in die Muttermilch übertritt, sollte der Wirkstoff während der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Piracetam und Kinder

Einige Zubereitungen des Wirkstoffs Piracetam können zur unterstützenden Behandlung bei Kindern und Jugendlichen mit Lese- oder Rechtschreibstörungen eingesetzt werden, wenn diese nicht durch eine Minderbegabung, mangelnde Schulbildung oder unzureichende familiäre beziehungsweise soziale Verhältnisse erklärt werden können.