Miconazol Wechselwirkungen

Bei Anwendung auf der Haut sind bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen bekannt.

Miconazol kann bei Anwendung auf den Schleimhäuten des Mundes den Abbau von Wirkstoffen hemmen, die von bestimmten Leber-Enzymen abgebaut werden. Daraus kann sich für diese Mittel eine stärkere und/oder verlängerte Wirkung einschließlich mehr Nebenwirkungen ergeben. Solche Wirkstoffe dürfen entweder nicht gleichzeitig mit Miconazol-Mundgel oder -Lutschtabletten beziehungsweise nur unter strenger ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Zu diesen Substanzen gehören beispielsweise Antikoagulanzien (Blutverdünner) zum Einnehmen, Tabletten zur Behandlung eines zu hohen Blutzuckers (orale Antidiabetika), auf das Gehirn wirkende Stoffe wie Psychopharmaka und Antiepileptika.

Bei gleichzeitiger Gabe von Miconazol mit dem Pilzmittel Amphotericin B kann die Wirkung von Amphotericin B gehemmt werden.

Bei dem Immunologikum Ciclosporin gegen Organabstoßungen nach Transplantationen kann die gleichzeitige Gabe von Miconazol einen Anstieg der Ciclosporin-Blutkonzentration mit der Folge verstärkter Nebenwirkungen verursachen.

Das Aminoglykosid-Antibiotikum Tobramycin verteilt sich durch Miconazol im Körper anders, was auch die Wirkung verändern kann.

Bei Anwendung auf der Scheidenschleimhaut sind Wechselwirkungen sehr selten. Dennoch ist bei Patienteninnen, die Blutverdünner wie beispielsweise Warfarin einnehmen, Vorsicht geboten und die Blutgerinnung sollte vom Arzt verstärkt überwacht werden. Auch orale Antidiabetika zur Blutzuckersenkung sowie Phenytoin gegen Epilepsie können ihre Wirkung verstärken, wenn sie zusammen mit Miconazol angewendet werden.