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Methotrexat HC 1000/-5000 Lösung medac Warnhinweise

Hersteller
medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH
Wirkstoff
Verschreibung
rezeptpflichtig

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bitte beachten Sie bei der Anwendung von Methotrexat HC 1000/-5000 Lösung medac die unten aufgeführten Warnhinweise.

  • Eine Krebsbehandlung mit dem Medikament sollte nur durch Ärzte mit Erfahrung in der Tumortherapie erfolgen.
  • Während der Behandlung und besonders bei Kombination des Medikaments mit dem Antibiotikum Trimethoprim ist das Blutbild regelmäßig ärztlich zu kontrollieren.
  • Wegen der Leberschädlichkeit des Medikaments sollten während der Behandlung keine weiteren Leber-belastenden Medikamente genommen oder Alkohol getrunken werden.
  • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss der Arzt niedrigere Dosierungen wählen und die Nierenfunktion laufend überprüfen.
  • Während der Behandlung sollte täglich die Mundhöhle angesehen und der Rachens auf Schleimhautveränderungen untersucht werden. Treten während der Behandlung mit dem Medikament Geschwüre im Mund oder auch Durchfall, Bluterbrechen oder Blut im Stuhl auf, ist sofort der Arzt zu verständigen.
  • Folsäuremangel steigert die Giftigkeit des Medikaments. Während der Behandlung sollte daher die Folsäure-Versorgung sichergestellt sein. Nach der Behandlung mit Dosierungen ab 100 Milligramm/m2 Körperoberfläche als Einzeldosis muss Folsäure zum Ausgleich gegeben werden.
  • Treten während der Behandlung mit dem Medikament Reizhusten, Fieber, Husten, Brustschmerzen oder Atemnot auf, ist sofort der Arzt zu verständigen.
  • Die Funktion von Leber und Nieren ist während der Behandlung laufend ärztlich zu überprüfen. Die Thrombozyten- und Leukozytenzahl sollte einmal täglich bis einmal wöchentlich) und der Blutstatus einmal wöchentlich kontrolliert werden.
  • Kommt es während der Behandlung mit dem Medikament zu Erbrechen oder Durchfall, sollte die Behandlung bis zum Ende dieser Beschwerden unterbrochen werden.
  • Bei Haut- und Schleimhautkontakt mit dem Medikament sollen die betroffenen Stellensofort mit reichlich Wasser abgespült werden.
  • Eine hochdosierte Behandlung mit dem Medikament darf nur in einer Klinik erfolgen.
  • Eine Schwangerschaft ist, auch bei Behandlungdes männlichen Partners, während und sechs Monate nach Beendigung der Therapie mitdem Medikament zu vermeiden.
  • Bei gleichzeitiger UV-Bestrahlung können sich Schuppenflechte-Herde verschlimmern. Durch Bestrahlung hervorgerufene Hautentzündungen und Sonnenbrand können während der Therapie wieder auftreten.
  • Die Dosierung sollte abhängig vom Verlauf der Wirkstoff-Blutkonzentration verringert werden.
  • Insbesondere bei der Therapie mit hoher Dosierung wird die Kontrolle von Kreatinin, Harnstoff und Elektrolyten zweiten und dritten Tag empfohlen.
  • Während der Behandlung sollten keine Impfungen mit Lebendimpfstoffen durchgeführt werden.
  • Bei länger dauernder Therapie sind eventuell Knochenmarkbiopsien durchzuführen. Vorbereitungen für eine möglicherweise notwendige Bluttransfusion sollten getroffen werden.
  • Der Wirkstoffgehalt sollte regelmäßig im Blut überprüft werden.
  • Das Medikament darf zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen oder Hauterkrankungen (wie Schuppenflechte) nur einmal wöchentlich angewendet werden.
  • Das Medikament muss zur Behandlung von bösartigen Erkrankungen sorgfältig und abhängig von der Körperoberfläche dosiert werden.
  • Überdosierungen können zu schweren Nebenwirkungen und sogar zum Tod führen.
  • Der Wirkstoff kann das Reaktionsvermögen so weit beeinträchtigen, dass die aktive Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen gefährlich werden. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Das Medikament kann Impfreaktionen abschwächen und die Ergebnisse von Labortests verfälschen.
  • Die Durchstechflaschen sind im Umkarton aufzubewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
  • Der Patient und auch das medizinische Personal müssen über alle Risiken, die während der Therapie und vor allem bei fehlerhafter Dosierung auftreten können (inklusive Todesfällen), aufgeklärt werden. Auch wenn das Medikament nicht mehr gegeben wird, können Nebenwirkungen bestehen bleiben.
  • Das Medikament darf nur von Ärzten mit ausreichender Erfahrung in der chemotherapeutischen Tumorbehandlung angewendet werden. Zudem muss er in der Lage sein, während der Therapie die Blutwirkstoffkonzentrationen zu überprüfen.
  • Haut- und Schleimhautkontakte mit der Lösung sind zu vermeiden. Bei Kontakt sollen die betroffenen Stellen sofort mit reichlich Wasser abgespült werden.
  • Kinder müssen während der Behandlung besonders sorgfältig ärztlich überwacht werden, um Vergiftungserscheinungen so schnell wie möglich zu erkennen.
  • Vor der Verdünnung sollte geprüft werden, ob die Lösung frei von sichtbaren Partikeln ist. Flaschen, die sichtbare Partikel enthalten, dürfen nicht verwendet werden.
  • Die gebrauchsfertige Zubereitung sollte sofort verbraucht werden. Wird das Medikament nicht sofort verwendet, übernimmt der Hersteller keine Verantwortung für eine nachfolgende Behandlung. Achtung: Auch wenn die Lösung unter kontrollierten, keimfreien Bedingungen zubereitet wurde, darf sie keinesfalls länger als 24 Stunden bei 2 bis 8 Grad Celsius aufbewahrt werden.
  • Eine Durchstechflasche mit 1000 Milligramm Wirkstoff enthält 4,4 Millimol(entsprechend 101 Milligramm) Natrium. Eine Durchstechflasche mit 5000 Milligramm Wirkstoff enthält 22 Millimol (506 Milligramm) Natrium. Dies ist von Personen zu berücksichtigen, die sich natriumkontrolliert (natriumarm/kochsalzarm) ernähren müssen.
  • Die Entsorgung von nicht verwendetem Medikament oder Abfallmaterial muss nach den Richtlinien für den Umgang mit und die Entsorgung von zytotoxischen Arzneimitteln erfolgen.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.