M-M-RvaxPro – Warnhinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Bitte beachten Sie bei der Anwendung von M-M-RvaxPro die unten aufgeführten Warnhinweise.
- Nach einem Kontakt mit Masern-Infizierten kann die Impfung nur einen gewissen Schutz bieten, wenn der Impfstoff innerhalb von 72 Stunden nach dem Erregerkontakt verabreicht wird. Wenn der Impfstoff einige Tage vor dem Kontakt verabreicht wurde, kann jedoch ein guter Schutz aufgebaut werden. Es gibt keine Daten darüber, ob diese Impfung nach Erregerkontakt mit Mumps- oder Röteln-Infizierten Schutz bietet.
- Das Medikament ist vorzugsweise auch bei Personen mit Masern-Immunität, jedoch unklarem Abwehrstatus gegen Mumps und Röteln, anzuwenden. Personen ohne Masern-Immunität können unabhängig davon mit diesem Impfstoff geimpft werden, wenn kein einzelner Masern-Impfstoff zur Verfügung steht.
- Gemäß Paragraph 22 des Infektionsschutzgesetzes müssen alle Schutzimpfungen vom Impfarzt mit dem Impfdatum, Handelsnamen, der Chargen-Bezeichnung sowie der Angabe der Krankheit, gegen die geimpft wurde, in einen Impfausweis eingetragen werden.
- Vor der Impfung muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen und nach der Impfung für drei Monate durch geeignete Verhütungsmittel verhindert werden.
- Bei Impfungen jeder Art sollte die jeweils aktuellen STIKO-Empfehlungen (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, aktuell abrufbar über www.rki.de) beachtet werden.
- Dieses Medikament darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
- Nach der Herstellung sollte der Impfstoff umgehend angewendet werden; entsprechende Daten belegen jedoch die Stabilität des hergestellten Impfstoffs bis zu 8 Stunden, wenn er im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius gelagert wird.
- Personen mit Überempfindlichkeiten gegen Hühnereiweiß und Neomycin dürfen das Medikament nicht erhalten.
- Das Medikament muss kühl bei 2 bis 8 Grad Celsius gelagert und transportiert werden.
- Das Medikament darf nicht eingefroren werden.
- Das Medikament muss vor Licht geschützt gelagert werden.
- Das Medikament darf nicht verwendet werden, wenn es Partikel enthält oder das Aussehen des Lösungsmittels, des Pulvers oder des zubereiteten Medikaments von der Norm abweicht. Dabei ist das Lösungsmittel eine klare, farblose Flüssigkeit. Vor dem Mischen mit dem Lösungsmittel liegt das Pulver als weißer bis hellgelber, kompakter, kristalliner Kuchen vor. Nach der Herstellung ist der Impfstoff eine klare, gelbe Flüssigkeit.
- Nicht verwendeter Impfstoff oder Abfallmaterial muss gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgt werden.
- Der Impfstoff enthält 1,9 Milligramm Saccharose als sonstigen Bestandteil. Diese Menge ist nicht ausreichend, um Nebenwirkungen bei Patienten mit seltenen erblichen Erkrankungen wie Fruktose-Unverträglichkeit, Glukose-Galactose- Aufnahmestörung oder Saccharase-Isomaltase-Mangel hervorzurufen.
- Der Impfstoff enthält in Spuren künstlich gewonnenes Eiweiß (rekombinantes Humanalbumin, rHA) aus dem Produktionsprozess. In einer Studie mit Kindern, die eine zweite Dosis des Medikamentes erhielten, wurde keine Sensibilisierung gegen dieses Eiweiß beobachtet. Ein theoretisches Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion kann in seltenen Fällen jedoch nicht ausgeschlossen werden. Daher sollte jedes rHA-haltige Produkt nur mit Vorsicht bei Personen angewendet werden, die bereits einmal überempfindlich auf rHA reagiert haben.
Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.