Lisurid Wirkung

Lisurid gehört zur Gruppe der Mutterkornalkaloide und ist sowohl ein Dopaminrezeptor-Agonist als auch ein Prolaktin-Hemmer.

Aufgrund seiner dem Dopamin ähnlichen Wirkung kann der Wirkstoff die Dopaminmangelsymtome bei der Parkinson-Krankheit beseitigen und dadurch die Bewegungseinschränkungen von Parkinson-Patienten vermindern.

Darüber hinaus regt Lisurid die Dopamin-Rezeptoren der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) an. Auf diesem Weg kann Lisurid auch erhöhte Werte des Hormons Prolaktin normalisieren. Das hat folgende Effekte:

1. Der Wirkstoff kann dazu beitragen, dass sich der weibliche Zyklus normalisiert. Eine gewünschte Schwangerschaft wird dadurch in manchen Fällen ermöglicht.

2. Lisurid hemmt die übermäßige Milchproduktion, die zum Beispiel durch einen Tumor in der Hirnanhangsdrüse ausgelöst wird.

3. Nach der Geburt stoppt Lisurid den durch Prolaktin ausgelösten natürlichen Milchfluss der Frau, wenn Stillen nicht gewünscht wird oder der Milchfluss aus medizinischen Gründen unterdrückt werden soll.

4. Lisurid wirkt normalisierend auf die Produktion des Wachstumshormons (somatotropes Hormon) und kann so zum Beipsiel bestimmte Tumoren im Wachstum hemmen.
Lesen Sie auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen zu welcher der Wirkstoff Lisurid gehört: Dopaminrezeptor-Agonisten Mutterkornalkaloide