Levodopa + Carbidopa Gegenanzeigen

Die Kombination darf nicht verwendet werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen Levodopa oder Carbidopa
  • Gegenanzeigen für Sympathomimetika
  • Patienten mit verdächtigen und noch nicht untersuchten Hauterkrankungen oder mit schwarzem Hautkrebs (Melanom), da Levodopa solche Krebsformen begünstigt
  • schweren Leberfunktionsstörungen
  • unbehandeltem Engwinkelglaukom (Grüner Star)
  • durch Medikamente ausgelösten Parkinson-Syndromen
  • schweren Herzerkrankungen wie Herzmuskelschwäche und Herzrhythmusstörungen
  • akutem Schlaganfall
  • der erblichen Erkrankung Chorea Huntington
  • Patienten, die in der Vergangenheit einmal auf psychisch wirksame Mittel wie Neuroleptika allergische Reaktionen wie Fieber, Bewusstlosigkeit, Schock oder Herzschwäche (Herzinsuffizienz) gezeigt haben
  • gleichzeitiger Anwendung von unselektiven MAO-Hemmern wie beispielsweise Tranylcypromin. Der zeitliche Abstand zwischen den beiden Behandlungen muss mindestens 14 Tage betragen. Das bedeutet, dass diese MAO-Hemmer mindestens zwei Wochen vor dem Behandlungsbeginn mit Levodopa und Carbidopa abgesetzt werden müssen.
Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und mit besonderer Vorsicht darf die Wirkstoffkombination angewendet werden bei
  • schweren Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen wie Asthma, bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen, Erkrankungen aufgrund von Hormonstörungen (beispielsweise Schilddrüsenüberfunktion oder Phäochromozytom), Säure-bedingten Magen- oder Darmgeschwüren, Bluterbrechen oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte
  • Patienten, die schon auf Levodopa allein mit ausgeprägten unwillkürlichen Bewegungen und psychischen Störungen reagierten
  • kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt mit zurückbleibenden Herzrhythmusstörungen. Besonders zu Beginn der Behandlung muss die Herzfunktion ärztlich überwacht werden.
  • zu schneller Herzschlagfolge (Tachykardien)
  • Psychosen
  • schweren Störungen des blutbildenden Systems
  • chronischem Weitwinkelglaukom, sofern der Augeninnendruck gut eingestellt ist und überwacht wird.

Levodopa + Carbidopa bei Schwangerschaft & Stillzeit

Zu dem Einfluss Levodopa und Carbidopa auf das Ungeborene beim Menschen gibt es nicht genügend Forschungsergebnisse. Da in Untersuchungen am Tier jedoch teilweise durch die Wirkstoffkombination Schädigungen der Leibesfrucht verursacht wurden, sollte eine Behandlung damit während der Schwangerschaft vorsichtshalber unterbleiben.

Der Wirkstoff Levodopa hemmt die Ausschüttung des Milch produzierenden Hormons Prolaktin. Daher muss abgestillt werden, bevor eine Behandlung mit der Wirstoffkombination begonnen wird.

Levodopa + Carbidopa und Kinder

Die Wirkstoffkombination ist für Kinder nicht zugelassen.