Levodopa + Benserazid Wirkung

Bei der Parkinsonkrankheit fehlt dem Gehirn der Botenstoff Dopamin, den es jedoch braucht, um die Bewegungen des Körpers zu kontrollieren. Ist nicht genügend Dopamin vorhanden, zeigen sich die typischen Parkinson-Symptome wie Steifheit der Muskulatur (Rigor), Zittern (Tremor) und Verlangsamung der Bewegung (Akinese).

Dopamin selbst kann die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren und daher auch nicht als Tablette verabreicht werden. Aus diesem Grund wird seine chemische Vorstufe, das Parkinsonmittel Levodopa gegeben. Levodopa ist eine Aminosäure und kann im Gegensatz zu Dopamin den Schutzwall, der das Gehirn umgibt, durchqueren. Dort dient es als Quelle für Dopamin, in das es umgewandelt wird. Jedoch wird Levodopa nicht nur im Gehirn, sondern auch auf dem Transport dorthin im Blut zu Dopamin abgebaut und verliert dadurch seine Wirksamkeit für die Bewegungskontrolle. Deshalb wird Levodopa mit Benserazid kombiniert, das den vorzeitigen Abbau von Levodopa zu Dopamin verhindert.

Benserazid ist ein so genannter Decarboxylase-Hemmer aus der Gruppe der Mittel zur Behandlung der Parkinsonkrankheit, der das entsprechende Levodopa abbauende Enzym blockiert und so verhindert, dass Levodopa im Darm und im Blut vorzeitig abgebaut wird, bevor der Parkinsonwirkstoff das Gehirn erreicht hat. Dadurch können die Levodopadosis und damit auch die Nebenwirkungen von Levodopa deutlich gesenkt werden. So sind für die gewünschten Behandlungseffekte bei der Kombination mit Benserazid rund 20 Prozent weniger von Levodopa notwendig als bei der Therapie mit Levodopa als Einzelwirkstoff.

Da wahrscheinlich auch beim so genannten Restless-Legs-Syndrom ein Dopaminmangel ursächlich ist, lassen sich mit der Wirkweise der Wirkstoffkombination außerdem die nächtlichen Beschwerden der "unruhigen Beine" deutlich verringern.
Lesen Sie auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen zu welcher der Wirkstoff Levodopa + Benserazid gehört: Mittel zur Behandlung der Parkinsonkrankheit