Leflunomid Wirkung

Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der antirheumatischen Basistherapeutika. Diese Gruppe wird auch als Gruppe der Disease Modifying Antirheumatic Drugs (DMARD) bezeichnet. Diese englische Bezeichnung heißt übersetzt: Krankheits-verändernde antirheumatische Wirkstoffe. Damit werden diese Substanzen gegen Wirkstoffe abgegrenzt, die lediglich die Beschwerden der Krankheit lindern.

Bei der rheumatoiden Arthritis kommt es zu einer vermehrten Bildung von körpereigenen Abwehrzellen (T-Lymphozyten) und T-zellabhängigen Autoantikörpern (zerstören körpereigene Zellen). Diese Lymphozyten zerstören die Gelenke. Durch einen komplizierten biochemischen Prozess verhindert Leflunomid die Vermehrung der Lymphozyten und die damit verbundene Gelenkzerstörung. Leflunomid wirkt einerseits anregend auf die körpereigene Abwehr, andererseits wirkt es immunsupressiv, das heißt, es unterdrückt die körpereigenen Abwehrreaktionen. Letzteres kann erhebliche Nebenwirkungen zur Folge haben.

Leflunomid wird im Körper zu seinem aktiven Wirkstoff, dem Malonnitrilamid A771726 umgewandelt. Beim Menschen wird durch A771726 das Enzym Dihydroorotatdehydrogenase (DHODH) gehemmt. Leflunomid ist besser magenverträglich als sein aktiver Wirkstoff.