Lansoprazol Wechselwirkungen

Es können Wechselwirkungen mit Medikamenten auftreten, die im Körper von den gleichen Enzymen wie Lansoprazol verarbeitet werden. So sollten bei gleichzeitiger Einnahme von Lansoprazol und Theophyllin (einem Mittel gegen Asthma) regelmäßige Blutkontrollen durchgeführt werden. Gleiches gilt für die gleichzeitige Behandlung mit dem Makrolid-Antibiotikum Tacrolimus.

Außerdem können Wechselwirkungen mit dem Blutgerinnungshemmstoff Phenprocoumon sowie mit einer bestimmten Gruppe von Diabetes-Wirkstoffen (zum Beispiel Glibenclamid und Tolbutamid) nicht ausgeschlossen werden. Gerade zu Beginn einer Therapie mit Lansoprazol sollten deshalb häufige Kontrollen der Blutzuckerkonzentration erfolgen.

Die Veränderung des Säuregehalts im Magen kann die Aufnahme anderer Wirkstoffe in die Blutbahn beeinflussen. Zum Beispiel wird die Aufnahme von Ketoconazol und Itraconazol, Wirkstoffen gegen Pilzerkrankungen, verringert. Gleiches gilt für den Virus-Hemmstoff Atazanavir, der gegen AIDS eingesetzt wird. Die Aufnahme des Antibiotikums Erythromycin und des Herzglycosids Digoxin dagegen erhöht sich, was zu verstärkter Wirkung und mehr Nebenwirkungen derselben führen kann. Besonders bei Digoxin wird daher eine ärztliche Kontrolle der Blut-Konzentrationen des Herzmittels erforderlich.

Die Aufnahme von Lansoprazol in den Körper kann durch Sucralfat und andere säurebindende Mittel verringert werden. Deshalb sollte Sucralfat stets in einem zeitlichen Abstand von mindestens 30 Minuten nach Lansoprazol eingenommen werden.

Die Kombination von Lansoprazol mit Clarithromycin und einem weiteren Antibiotikum während einer Eradikationstherapie gegen den Magenkeim Helicobacter pylori kann verschiedene Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hervorrufen. Dies gilt besonders für Wirkstoffe, die auf dem selben Weg wie Lansoprazol abgebaut werden. Wie auch bei anderen Kombinationen zur Eradikationstherapie sollten während dieser kurzen Behandlungszeit möglichst keine weiteren Medikamente genommen werden.