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JURNISTA 8 mg Retardtabletten Dosierung

Hersteller
JANSSEN-CILAG GmbH
Wirkstoff
Verschreibung
rezeptpflichtig

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Ebenso wie bei anderen stark wirksamen Schmerzmitteln hängt die sichere und wirksame Anwendung des Medikaments bei Schmerzpatienten von einer umfassenden ärztlichen Bewertung des Gesundheitszustandes ab. Die Art der Schmerzen sowie der jeweiligen Begleiterkrankungen des Patienten wird die Wahl der Dosierung beeinflussen. Die erreichbare Schmerzhemmung ist individuell sehr verschieden. Der Arzt muss daher zunächst eine niedrige Dosierung wählen (beispielsweise 8 Milligramm Hydromorphon in 24 Stunden) und diese dann schrittweise so weit erhöhen, bis eine ausreichende Schmerzlinderung bei möglichst wenig Nebenwirkungen erreicht ist. Bei älteren Patienten sowie Leber- und Nierenschäden muss mit einer niedrigeren Tagesdosierung begonnen werden.

Patienten, die derzeit nicht routinemäßig mit opioiden Schmerzmitteln behandelt werden:
Die Anfangsdosis von JURNISTA sollte bei den meisten Patienten 8 Milligramm Hydromorphon alle 24 Stunden betragen und 8 Milligramm nicht überschreiten. Zur besseren Verträglichkeit kann bei einigen Patienten eine Dosis von 4 Milligramm alle 24 Stunden gegeben werden. Der Arzt kann die Dosis, sofern erforderlich, in Schritten von 4 oder 8 Milligramm alle 24 Stunden erhöhen oder verringern, abhängig vom Beschwerdebild des Patienten und dem Bedarf zusätzlicher schmerzlindernden Mittel. Eventuell kann es ratsam sein, die Behandlung mit Medikamenten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung zu beginnen (zum Beispiel Hydromorphon oder Morphin mit sofortiger Freisetzung) und dann auf die jeweils entsprechende Gesamt-Tagesdosis von JURNISTA umzustellen.

Bei der Umstellung der Einnahme von anderen opioiden Schmerzmitteln auf Hydromorphon muss der Arzt die Dosierung umrechnen. Die Faustformel lautet: letzte Opioid-Dosis (beispielsweise Morphin) in Milligramm/Tag x 0,2 = Milligramm Hydromorphon/Tag. Dabei sollte jedoch immer das Beschwerdebild des Patienten mit einbezogen werden.

Zusätzlich zu der einmal täglichen Einnahme von JURNISTA kann bei allen Patienten mit chronischen Schmerzen gegebenenfalls eine ergänzende Schmerzmedikation bei Durchbruchschmerzen in Form von Medikamenten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung gegeben werden. Im Allgemeinen sollte die ergänzende Dosis von Hydromorphon beziehungsweise Morphin in Darreichungsformen mit sofortiger Wirkstofffreisetzung im Einzelfall nicht höher als 10 bis 25 Prozent der 24-Stunden-Dosis von JURNISTA sein.

Zu Beginn der Behandlung mit JURNISTA müssen alle rund-um-die-Uhr wirksamen opioiden Schmerzmittel abgesetzt werden. Den für die opioiden Schmerzmittel typischen Nebenwirkungen wie Verstopfung muss mit geeigneten Maßnahmen und Präparaten vorgebeugt werden.

Nach Beginn der Therapie mit JURNISTA können Dosisanpassungen erforderlich sein, um für den Patienten das jeweils beste Verhältnis zwischen Schmerzlinderung und opioidbedingten Nebenwirkungen zu erreichen.

Falls die Schmerzen stärker werden oder keine ausreichende schmerzlindernde Wirkung erreicht wird, kann eine schrittweise Dosissteigerung erforderlich werden. Um nach einer Dosisanpassung eine Stabilisierung der Wirkung zu gewährleisten, sollte der Arzt die Dosis nicht häufiger als alle zwei Tage erhöhen. Als Anhalt kann hierbei eine Erhöhung um 25 bis 100 Prozent der jeweils aktuellen JURNISTA-Dosis bei jedem Anpassungsschritt gelten. Sobald die Patienten bei einmal täglicher Einnahme von JURNISTA ausreichend schmerzfrei sind, kann die jeweilige Dosierung so lange beibehalten werden, wie eine schmerzlindernde Therapie erforderlich ist. Dabei sollte vom Arzt in regelmäßigen Abständen geprüft werden, inwieweit eine Fortsetzung der kontinuierlichen (rund-um-die-Uhr) Therapie beziehungsweise eine weitere Anpassung der Dosierung erforderlich ist.

Die Dosisanpassung bei älteren Patienten sollte mit größter ärztlicher Vorsicht erfolgen.

Bei Patienten mit mittelschwerer Funktionseinschränkung von Leber- und/oder Nieren muss die Anfangsdosierung verringert werden und während der Dosisanpassung muss eine engmaschige ärztliche Überwachung erfolgen. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsschwäche ist darüber hinaus eine Verlängerung des Dosierungsintervalls in Erwägung zu ziehen; ferner sollten diese während der Dauertherapie ärztlich überwacht werden.

Soll die Therapie mit JURNISTA beendet werden, sollte der Arzt die JURNISTA-Dosis alle zwei Tage um jeweils 50 Prozent verringern. Dies geschieht solange, bis die niedrigstmögliche Dosis erreicht ist, bei der die Therapie sicher beendet werden kann. Falls Entzugserscheinungen auftreten, ist die Dosisverminderung abzubrechen. Die Dosis sollte dann sogar geringfügig erhöht werden, bis die Anzeichen und Symptome eines Opioidentzugs verschwinden. Danach ist die Dosisverminderung von Hydromorphon fortzusetzen, jedoch mit längeren Zeitintervallen zwischen den einzelnen Dosisverringerungen.

Nehmen Sie die Retardtabletten täglich etwa zur selben Zeit als Ganzes mit einem Glas Wasser ein. Die Retardtabletten dürfen niemals geteilt, zerkaut oder zerkleinert werden, da die Langzeitwirkung sonst verloren geht.