Hydrochlorothiazid + Triamteren Gegenanzeigen

Die Kombination darf nicht angewendet werden bei:
  • erhöhtem Kaliumgehalt des Bluts
  • sehr geringer Natriumkonzentration im Blut
  • Nierenfunktionsschwäche, akuter Glomerulonephritis und fehlender Harnausscheidung
  • schweren Leberfunktionsstörungen
  • nicht behandlungsfähigem Kaliummangel im Blut
  • zu niedriger Kalzium-Konzentration im Blut
  • Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide und ähnliche Wirkstoffe. Hier muss eine mögliche Kreuzresistenz beachtet werden.
Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei:Bei Patienten, die gleichzeitig Herzglykoside, Glukokortikoide oder Abführmittel einnehmen, sowie bei Patienten mit verändertem Mineral- und Wasserhaushalt müssen die Mineralien, Kreatinin und der Zucker im Blut vom Arzt kontrolliert und überwacht werden.

Hydrochlorothiazid + Triamteren bei Schwangerschaft & Stillzeit

Schwangere sollten nicht mit der Wirkstoffkombination Hydrochlorothiazid + Triamteren behandelt werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie eine zuverlässige Methode der Empfängnisverhütung anwenden.

Für den Wirkstoffpartner Hydrochlorothiazid gelten zudem folgende Warnhinweise:

Für die Anwendung von Hydrochlorothiazid (HCT) gibt es bislang nur begrenzte Erfahrungen in der Schwangerschaft, insbesondere während des ersten Schwangerschaftsdrittels. Auf Grund des Wirkmechanismus kann Hydrochlorothiazid im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel die Versorgung des Ungeborenen im Mutterleib gefährden und zu vor- und nachgeburtlichen Auswirkungen wie Gelbfärbung der Haut und Schleimhaut (Ikterus), Störung des Elektrolythaushalts und einem Mangel an Blutplättchen (sogenannte Thrombozytopenie) beim Säugling führen.

Weiterhin kann sich das Blutplasma-Volumen der Mutter verringern, was das Risiko einer Minderdurchblutung des Mutterkuchens (der sogenannten Plazenta) birgt. Deshalb darf Hydrochlorothiazid (unter anderem) nicht bei Gewebswasseransammlungen in der Schwangerschaft (Schwangerschaftsödemen), Bluthochdruck in der Schwangerschaft (Schwangerschaftshypertonie) sowie auch nicht bei einer sogenannten Präeklampsie (eine Schwangerschaftserkrankung mit erhöhtem Blutdruck, vermehrter Eiweißausscheidung im Urin und Wassereinlagerungen im Gewebe) gegeben werden.

Hohe Dosen von Hydrochlorothiazid können die Milchbildung hemmen. Zudem tritt der Wirkstoff in die Muttermilch über. Deshalb sollten stillende Frauen nicht mit Hydrochlorothiazid behandelt werden.

Hydrochlorothiazid + Triamteren und Kinder

Da es für die Anwendung bei Kindern keine ausreichenden Erfahrungen gibt, darf die Kombination nicht bei Kindern unter zwölf Jahren angewendet werden.