Hautpflegemittel Wirkungsweise

Die Haut eines Menschen setzt sich aus der Haut (Cutis) und der Unterhaut (Subcutis) zusammen. Die Haut wiederum wird in Oberhaut (Epidermis) und Lederhaut (Dermis) unterteilt. Die oberste Schicht der Oberhaut ist die Hornschicht (Stratum corneum). Sie ist wie ein Mauerwerk aufgebaut. Abgestorbene, verhornte Zellen wandern von den unteren Schichten der Oberhaut an die Oberfläche, wo sie als Hornschuppen abgestoßen werden.
Fette halten sie zusammen und sorgen über die Säurewirkung ihrer Fettsäuren für eine natürliche Barriere (Säureschutzmantel). Ist die Hornschicht mit ihren Fetten gestört, wird die Haut anfälliger gegen Krankheitserreger, Schadstoffe und andere schädigende Einflüsse.

Hautpflegemittel werden oft eingesetzt, um den Zustand der Fettstrukturen zu erhalten, damit keine Schäden entstehen können. Oder sie helfen der Haut dabei, sich zu regenerieren. Andere lindern Entzündungen oder haben eine betäubende Wirkung.

Die Gruppe der Hautpflegemittel ist deshalb sehr vielfältig. Es finden sich darin Fette wie zum Beispiel Nachtkerzensamenöl, Sojaöl, Erdnussöl, dünnflüssiges Paraffin sowie Fettsäuren (ungesättigt, C18:2), die den Fett- und Säureschutzmantel der Haut reparieren. Stoffe wie Dexpanthenol, Zinkoxid, Lebertran, Pyolysin sowie Pflanzenauszüge aus Hamamelis und Ringelblume fördern die Selbstheilungskräfte der Haut. Polydimethylsilikonharz erfüllt die Aufgaben einer Schutzschicht bei stark beanspruchter Haut. Salicylsäure verhindert durch ihre hornhautlösenden Eigenschaften die Bildung von Schrunden und Rissen. Sorbitol und Harnstoff führen zu einem höheren Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Dodecylbenzolsulfonsäure + 2,2',2''-Nitrilotriethanol-Salz ist die Kombination oberflächenaktiver Substanzen, die einer übermäßigen Talgproduktion entgegenwirken.