Dihydrocodein – Warnhinweise
- Das Medikament hat ein Abhängigkeitspotenzial. Eine längere und hochdosierte Anwendung kann zur Gewöhnung, körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen.
- Bei vorbestehender Abhängigkeit von Opiaten, auch solche in Rückbildung, ist mit schnellen Rückfällen zu rechnen.
- Die Arzneimittel dürfen nur nach ärztlicher Verschreibung und unter ständiger ärztlicher Kontrolle eingenommen und nicht an andere Personen weitergegeben werden.
- Zu Behandlungsbeginn sollte die Reaktion auf das Medikament kontrolliert werden, um eventuelle Überdosierungen zu erkennen.
- Hält der zu behandelnde Husten länger als zwei bis drei Wochen an, sollte auf jeden Fall eine Abklärung beim Arzt erfolgen.
- Heroinabhängige sowie Alkohol- und Schlafmittel-Abhängige missbrauchen das Medikament als Ersatzstoff für ihre Sucht.
- Besondere Verhaltensregeln für den Alltag (beispielsweise für Berufstätigkeit oder die Möglichkeit eines Schwangerschaftseintritts) sollten beachtet werden.
- Bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen, dialysepflichtigen sowie älteren Patienten ist durch die langsamere Ausscheidung des Medikaments der Abstand zwischen den Einzelgaben zu verlängern.
- Bei Patienten ohne Gallenblase können herzinfarktähnliche Symptome auftreten sowie Symptome einer bestehenden Bauchspeicheldrüsenentzündung anwachsen.
- Bei produktivem Husten mit erheblicher Schleimproduktion ist die hustendämpfende Behandlung mit Dihydrocodein nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung mit besonderer Vorsicht durchzuführen.
- Überdosierungen können insbesondere bei älteren Patienten, bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei Atemfunktionsstörungen auftreten.
- Jede aktive Teilnahme am Straßenverkehr, die Bedienung von Maschinen sowie sonstige gefahrvolle Tätigkeiten sollten bei der Kombination des Medikaments und Alkohol oder zentral wirksamen Medikamenten strikt vermieden werden.