Clonidin-ratiopharm 300 – Dosierung
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Ihr Arzt wird die entsprechende Dosis individuell ermitteln. Grundsätzlich sollte die Behandlung mit niedrigen Dosen begonnen werden (sogenannte einschleichende Behandlung). Der Arzt wird die Dosis dann je nach Blutdruckwerten schrittweise erhöhen. Eine Dosissteigerung wird vom Hersteller allmählich und erst nach zwei bis vier Wochen empfohlen.
Pro Tag werden üblicherweise zwischen 0,075 und 0,6 Milligramm Clonidin-Hydrochlorid gegeben. Die genaue Dosis richtet sich danach, wie gut der Blutdruck auf die Behandlung anspricht. Die Tageshöchstdosis von Clonidin (zum Einnehmen oder auch zum Spritzen in den Blutkreislauf) beträgt 0,9 bis 1,2 Milligramm Clonidin-Hydrochlorid. Diese sollte nicht überschritten werden.
Bei schwer einstellbarerem Bluthochdruck kann in Ausnahmefällen eine höhere Dosis von bis zu 1,8 Milligramm Clonidin-Hydrochlorid über den Tag verteilt gespritzt werden. Dafür gibt es Clonidin-ratiopharm Ampullen. Eine so hohe Dosis sollte jedoch nur bei strenger ärztlicher Überwachung gegeben werden.
Dosierungsempfehlungen für Clonidin-ratiopharm 300
Clonidin-ratiopharm 300 wird in der Regel bei schwer einstellbarem Bluthochdruck eingesetzt und üblicherweise zweimal täglich eingenommen. Erwachsene und Jugendliche über 50 Kilogramm Körpergewicht erhalten zu Behandlungsbeginn von schwer beeinflussbarem Bluthochdruck zweimal täglich Darreichungsformen mit geringerem Wirkstoffgehalt (zum Beispiel Clonidin-ratiopharm 75 und Clonidin-ratiopharm 150). Die Dosierung sollte anfangs zweimal täglich 0,15 Milligramm Clonidin-Hydrochlorid (entsprechend 0,3 Milligramm Clonidin-Hydrochlorid pro Tag) betragen. Je nach Blutdrucksenkung kann die Dosis auf maximal dreimal täglich eine Tablette Clonidin-ratiopharm 300 (entsprechend der Maximaldosis von 0,9 Milligramm Clonidin-Hydrochlorid pro Tag) gesteigert werden.
Hinweise für besondere Patientengruppen
Bei Nierenfunktionsstörungen muss der Arzt die Einstellung und Behandlung von Bluthochdruck engmaschig überwachen. Regelmäßige Blutdruckkontrollen sind unverzichtbar. Bei starker Nierenfunktionseinschränkung reichen in der Regel 0,3 Milligramm Clonidin-Hydrochlorid pro Tag aus.
Bei älteren Personen über 65 Jahre sollte der Blutdruck vorsichtig und langsam gesenkt werden. Der Arzt wird bei diesen Patienten eine niedrige Anfangsdosis wählen und den Therapieerfolg regelmäßig überprüfen.
Art und Dauer der Anwendung
Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit vor, zu oder nach einer Mahlzeit - ganz wie Sie möchten.
Anwendungsart und -dauer werden individuell vom Arzt festgelegt und richten sich nach der Erkrankung.
Messen Sie Ihren Blutdruck während der Behandlung regelmäßig und lassen Sie die Werte vom Arzt beurteilen.
Soll die Behandlung beendet werden, sollte dies nicht abrupt erfolgen. Empfehlenswert ist es, die Dosis langsam und schrittweise zu reduzieren (sogenanntes Ausschleichen). Eventuell wird der Arzt die Einnahme zunächst auf niedrig dosiertere Darreichungsformen umstellen. Das ist vorteilhaft, weil das plötzliche Absetzen von Clonidin-Hydrochlorid - insbesondere nach langfristiger Behandlung und hohen Dosierungen - Risiken birgt. Dazu gehören ein akut überschießender Blutdruckanstieg sowie Herzrasen, begleitet von Kopfschmerzen, Übelkeit, Nervosität, Zittern und Unruhe.
Besondere Hinweise
Falls Sie Clonidin-Hydrochlorid zusammen mit einem Betablocker erhalten und die blutdrucksenkende Behandlung unterbrochen werden muss, ist in jedem Falle zuerst der Betablocker langsam über mehrere Tage (ausschleichend) abzusetzen. Erst danach sollte, ebenfalls langsam ausschleichend, die Clonidin-Hydrochlorid-Dosis verringert werden. Anderenfalls sind akute Blutdruckspitzen und Herzrasen mit weiteren Begleit-Symptomen möglich.