Carbaldrat Gegenanzeigen

Carbaldrat darf bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, eingeschränkter Nierenfunktion, vermindertem Phosphatgehalt des Blutes, Verstopfung oder Dickdarmverschluss und Dickdarmverengungen nicht eingenommen werden.

Bei langfristigem Gebrauch und bei Patienten mit chronisch eingeschränkter Nierenfunktion muss während der Behandlung die Aluminium-Konzentration im Blut regelmäßig von einem Arzt überprüft werden. Ebenfalls ist bei Patienten mit Nierenfunktionseinschränkung eine Untersuchung von Nervensystem und Knochen in halbjährlichem Abstand zu empfehlen.

Das Arzneimittel darf ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als zwei Wochen verwendet werden. Länger andauernde Beschwerden müssen vom Arzt abgeklärt werden. Auch bei Auftreten von schwarzem Stuhl, Blutbeimengungen im Stuhl oder bei blutigem Erbrechen (Übelkeit und Erbrechen) muss sofort der Arzt aufgesucht werden, um ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür auszuschließen.

Carbaldrat bei Schwangerschaft & Stillzeit

Eine Einnahme während der Schwangerschaft ist möglich. Sie sollte jedoch wegen der möglichen Aluminiumbelastung des Ungeborenen nur in niedrigen Dosen und über einen kurzen Zeitraum erfolgen. In jedem Fall ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung, eventuell mit dem Arzt, vorzunehmen.

Für Aluminiumverbindungen ist ein geringer Übergang in die Muttermilch beschrieben worden. Da Aluminium vom Kind nur geringfügig aufgenommen wird, ist kein Risiko zu erwarten. Dennoch sollte Carbaldrat aufgrund fehlender Untersuchungen in der Stillzeit nur kurzfristig eingesetzt werden.

Carbaldrat und Kinder

Kinder unter zwölf Jahren sollten wegen unzureichender Erfahrungen in dieser Altersgruppe Carbaldrat nicht einnehmen.