Capecitabin Gegenanzeigen

Capecitabin darf nicht eingesetzt werden, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegen 5-Fluorouracil besteht, ein Mangel am DPD-Enzym vorliegt oder allergische Reaktionen bei der Vorbehandlung mit Zytostatika auftraten.

Außerdem darf Capecitabin nicht verwendet werden von Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen oder wenn bereits eine schwere Verringerung der Zahl an Blutzellen wie Leukozyten und Thrombozyten vorhanden ist.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Herpesmitteln vom Typ Brivudin oder dessen chemischen Verwandten wie beispielsweise Sorivudin ist eine Behandlung mit Capecitabin verboten. Gleiches gilt für Behandlungen mit dem Epilepsie-Mittel Phenytoin.

Nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung sollte der Wirkstoff eingenommen werden bei schweren Herzerkrankungen wie Myokardinfarkt, Herzmuskelschwäche, Kardiomyopathie, Herzrhythmusstörungen, einer Verminderung des Kalziumspiegels (Hypokalzämie) oder Kalziumüberschuss (Hyperkalzämie), Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems wie zum Beispiel Hirnmetastasen oder Neuropathien, der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus sowie Störungen im Elektrolythaushalt.

Capecitabin bei Schwangerschaft & Stillzeit

Die Anwendung von Capecitabin ist für den Zeitraum der Schwangerschaft und Stillzeit ausdrücklich verboten, da es zu schweren Schädigungen des Kindes kommen kann.

Capecitabin und Kinder

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Wirkstoff nicht geeignet.