Bromocriptin Anwendungsgebiete

Bromocriptin wird vor allem bei Erkrankungen eingesetzt, die durch eine zu hohe Prolactin-Konzentration im Blut (Prolactinspiegel) hervorgerufen werden. Das Hormon Prolactin regt das Wachstum der Brustdrüse und die Muttermilchproduktion an. Bromocriptin nun hemmt die Wirkung des Prolactins. Folgerichtig wird es zum Beispiel zum Abstillen verwendet.

Wenn es nach der Geburt zur Milchstauung kommt und andere Maßnahmen nicht zur Entleerung der Brüste geführt haben, kann Bromocriptin den Milchstau auflösen sowie eine beginnende Brustentzündung lindern. Bromocriptin wird auch verwendet, um die Muttermilchproduktion nach einem Schwangerschaftsabbruch, bei einer HIV-Infektion der Mutter oder nach dem Tod des Säuglings während oder kurz nach der Geburt zu stoppen. Ebenso können Fruchtbarkeitsstörungen, die durch zu hohe Prolactinspiegel bedingt sind, mit Bromocriptin behandelt werden.

Bestimmte Medikamente (wie Psychopharmaka) erhöhen den Prolactinspiegel. Dadurch kann es zum Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhoe) sowie zur Produktion und zum Ausfließen von Muttermilch (Galaktorrhöe) kommen. In diesen Fällen normalisiert Bromocriptin den Prolactinspiegel und beseitigt so diese Symptome.

Bromocriptin wird außerdem zur Behandlung der Symptome der Parkinson-Krankheit eingesetzt.

In manchen Fällen wird Bromocriptin zur Behandlung der Akromegalie angewendet. Die Akromegalie ist eine Erkrankung, die sich dadurch zeigt, dass sich Körperteile wie Hände, Finger, Füße und im Gesicht Nase, Kinn, Augenbrauen und Jochbögen vergrößern. Hier wird Bromocriptin nur selten alleine eingesetzt, meist wird es mit einem zusätzlichen chirurgischen Eingriff oder einer Strahlentherapie kombiniert.
Zu folgenden Anwendungsgebieten von Bromocriptin sind vertiefende Informationen auf Ellviva.de verfügbar:
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