Acetylsalicylsäure + Paracetamol + Coffein Wirkung

Die Entstehung von Entzündungen und Schmerzen beruht unter anderem auf der Ausschüttung von so genannten Gewebshormonen wie zum Beispiel den Prostaglandinen. Sie werden im Körper selbst mittels spezieller Enzyme hergestellt. Die Wirkstoffkombination greift an unterschiedlichen Stellen des Stoffwechsels an.

Die zu den nicht-steroidalen Antirheumatika gerechnete Acetylsalicylsäure gehört gleichzeitig zu den sauren fiebersenkenden Substanzen aus der Gruppe der nicht-opioiden Schmerzmittel. Wie bei allen Wirkstoffen dieser Untergruppe beruht der Wirkmechanismus der Acetylsalicylsäure auf der unumkehrbaren Hemmung der Enzyme, die an der Produktion von Prostaglandinen beteiligt sind. So vermindert Acetylsalicylsäure Schmerzen und Entzündungsbeschwerden.

Paracetamol gehört zu den nicht-sauren, nicht-opioiden Schmerzmitteln. Es wirkt fiebersenkend und schmerzlindernd, jedoch nur sehr schwach entzündungshemmend. Der Wirkungsmechanismus ist nicht eindeutig geklärt. Nachgewiesen ist, dass Paracetamol eine deutlich stärkere Hemmung der körpereigenen Herstellung von Prostaglandinen im Gehirn als im übrigen Körper bewirkt. Ferner behindert es den Effekt körpereigener Fieberstoffe im Kleinhirn, wo die Körpertemperatur geregelt wird. Darauf beruht wohl die fiebersenkende Wirkung.

Coffein hebt Ermüdungserscheinungen auf, steigert die Durchblutung und fördert die psychische Leistungsbereitschaft und -fähigkeit. Seine direkte Wirkung gegen Schmerzen ist die Folge der Durchblutungsförderung sowie einer Senkung des Hirndrucks (günstig bei Kopfschmerzen). Alle Coffein-Wirkungen beruhen auf seiner Eigenschaft als Gegenspieler der Aminosäure Adenosin. Adenosin bindet sich an Rezeptoren im Gehirn und an Nerven des unbewussten Nervensystems, wodurch es Müdigkeit und eine Verlangsamung des Herzschlags bewirkt. Coffein hebt diese Wirkungen auf.

Die relative schmerzlindernde Wirkungsstärke der Dreierkombination wird in verschiedenen Studien zwischen 1,3 und 1,7 gegenüber der gleichen Menge Acetylsalicylsäure/Paracetamol (je 1) angegeben und führt zu einer entsprechenden Einsparung der Schmerzmittel. Die Zeit bis zum Eintritt der Schmerzlinderung des Paracetamols wird durch Coffein in verschiedenen Studien um 19 bis 45 Prozent (Mittelwerte der Studien) verkürzt. Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Schmerzlinderung der Acetylsalicylsäure wird durch Coffein auf die Hälfte gekürzt. In einer anderen aktuellen Studie waren Kopfschmerzen durch die Dreierkombination eine Viertelstunde schneller halbiert und eine halbe Stunde schneller beseitigt als durch Acetylsalicylsäure oder Paracetamol allein.
Lesen Sie auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen zu welcher der Wirkstoff Acetylsalicylsäure + Paracetamol + Coffein gehört: Nicht-opioide Schmerzmittel Nicht-steroidale Antirheumatika Antiphlogistika