Acetylsalicylsäure + Paracetamol + Coffein etc. Wirkung

Die Wirkstoffkombination gehört zur Gruppe der opioiden Schmerzmittel. Die Wirkstoffpartner greifen an unterschiedlichen Stellen des Stoffwechsels an und wirken allesamt schmerzlindernd.

Acetylsalicylsäure ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAID). Es wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend, blutverdünnend und in höherer Dosierung entzündungshemmend. Der Wirkstoff hemmt im Körpergewebe die Produktion von Prostaglandinen, wichtigen Botenstoffen bei Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Die fiebersenkende Wirkung von Acetylsalicylsäure kommt durch eine Beeinflussung des Temperaturregelzentrums im Gehirn zu Stande. Acetylsalicylsäure hemmt außerdem die Zusammenballung der Blutplättchen, indem es bestimmte Enzym-Reaktionen blockiert.

Paracetamol ist ein schmerzstillender und fiebersenkender Wirkstoff und gehört zur Gruppe der nicht-opioiden Schmerzmittel. Es bewirkt ebenfalls eine Hemmung der Prostaglandin-Produktion, allerdings vorrangig im Gehirn. Paracetamol besitzt daher kaum entzündungshemmende Eigenschaften. Ferner kommt es durch Paracetamol zu einer Hemmung körpereigener Fieberstoffe im Temperaturregulationszentrum des Kleinhirns. Dadurch erklärt sich die fiebersenkende Wirkung.

Coffein verstärkt die Wirkungen von Acetylsalicylsäure und Paracetamol und beschleunigt deren Wirkungseintritt. Es ist ein Xanthin-Abkömmling und wirkt unter anderem als Gegenspieler an Rezeptoren für die Aminosäure Adenosin. Dadurch wird die hemmende Wirkung des Adenosins auf das zentrale Nervensystem (ZNS) vermindert. Coffein regt so Herz und Kreislauf an, erhöht vorübergehend die Leistungsfähigkeit und verscheucht Müdigkeit. Es hat zudem bei migräneartigen Kopfschmerzen eine günstige Wirkung, da es die Gefäße verengt. Die direkte Wirkung des Coffeins bei Kopfschmerzen ist die Folge seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften sowie einer Senkung des Hirndrucks.

Codein ist ein direkter Morphin-Abkömmling und zählt zur Wirkstoffgruppe der opioiden Schmerzmittel. Codein wirkt im Gehirn schmerzhemmend sowie hustenreizstillend. Der Wirkmechanismus von Codein beruht auf einer Hemmung der Schmerzleitung an wichtigen Schaltstellen im Gehirn und Rückenmark. Zudem beeinflusst Codein die Schmerzwahrnehmung im Gehirn. Der Wirkstoff hat über die Schmerzhemmung hinaus auch leicht beruhigende Eigenschaften.
Lesen Sie auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen zu welcher der Wirkstoff Acetylsalicylsäure + Paracetamol + Coffein etc. gehört: Opioide Schmerzmittel