Medizinisches Lexikon

Läuserückfallfieber

Dabei handelt es sich um durch Läuse übertragenes Rückfallfieber, der Erreger heißt Borrelia recurrentis. Die Erreger werden mit dem Läusekot auf der Haut abgelagert und gelangen durch Reiben oder Kratzen in die Haut, was zu schweren, meist 3-6 Tage andauernden Fieberanfällen (39-41 Grad Celsius), mit Schüttelfrost, starken Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie allgemeiner Schwäche führt. Zusätzlich kommt es zu Leber- und Milzschwellung und Beteiligung von Lunge (Bronchopneumonie), Gelenke, Niere, Herz und Zentralnervensystem. Das fieberfreie Intervall zwischen zwei Anfällen dauert zwischen 6 bis 10 Tagen. Unbehandelt kommt es zu 3 bis 4 Fieber-Rückfällen, bevor die Patienten an Multiorganversagen oder Herzmuskelschwäche versterben.